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Studiengebühren in Europa

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Belgien

Jede Gemeinschaft legt ihre Gebühren selbst fest, und Studierende aus der EU/dem EWR zahlen dasselbe wie Belgierinnen und Belgier.

Flandern (2026/27): 305,40 € plus 14,60 € pro ECTS-Punkt, also 1.181,40 € für ein volles Jahr (60 ECTS). Wer ein Studienstipendium bekommt, zahlt 139,40 €, wer knapp über der Stipendiengrenze liegt, 623,40 € (Sätze der UGent; die Universität Antwerpen nennt ebenfalls 1.181,40 €).

Französische Gemeinschaft (2026/27): Die Gebühr (Minerval) hängt vom Einkommen deiner Familie ab: Der volle Satz beträgt 1.194 €, der mittlere Satz 835 €, der Satz für niedrige Einkommen 374 €, und Stipendiatinnen und Stipendiaten zahlen nichts. Wer keine Ermäßigung bekommt, zahlt den vollen Satz – die Ermäßigung beantragst du bis zum 31. Oktober.

Studierende von außerhalb der EU/des EWR zahlen mehr, und jede Hochschule legt ihre eigenen Sätze fest. Die Universität Antwerpen verlangt 2026/27 zum Beispiel 4.300 € pro Jahr für einen Bachelor und 7.800 € für einen Master, an der UCLouvain kommen zum Minerval noch 4.175 € dazu.

Bulgarien

Als EU-Bürgerin oder EU-Bürger zahlst du zu denselben Bedingungen wie bulgarische Studierende. Öffentliche Hochschulen haben staatlich finanzierte Plätze (държавна поръчка) mit einer niedrigen Jahresgebühr und kostenpflichtige Plätze. Die Gebühren legt die Regierung auf Vorschlag der Hochschule fest. Wer auf einem staatlich finanzierten Platz in einem Fach studiert, in dem auf dem Arbeitsmarkt der größte Mangel erwartet wird, zahlt keine Gebühren.

Ein Beispiel – Medizinische Universität Warna, Medizin auf Bulgarisch 2026/27 (für bulgarische Staatsangehörige und EU-Bürger): 800 € für das erste Jahr auf einem staatlich finanzierten Platz, 9.100 € auf einem kostenpflichtigen Platz.

Medizin auf Englisch ist kostenpflichtig – die Jahresgebühren 2026/27:

  • Medizinische Universität Sofia – Medizin 9.950 €, Zahnmedizin 10.000 €; gleich für Studierende aus der EU und von außerhalb,
  • Medizinische Universität Warna – Medizin und Zahnmedizin 10.000 €, Pharmazie 8.000 €.

Study in Europe nennt allgemeine Studiengebühren von 562–5.360 € im Jahr für Bachelor- und 1.945–5.360 € für Masterstudiengänge. Studierende von außerhalb der EU zahlen mehr als bulgarische Studierende. Hinweis: Das aktuelle Bulgarien-Profil von Study in Europe unterscheidet bei den Gebühren nicht zwischen Studierenden aus der EU und von außerhalb, und die Medizinische Universität Sofia verlangt von beiden Gruppen dasselbe – prüf die Gebühr vor der Bewerbung bei deiner Hochschule.

Dänemark

Für Studierende aus der EU/dem EWR und der Schweiz ist das Studium in Dänemark kostenlos – auch in englischsprachigen Studiengängen. Auch Austauschstudierende zahlen nichts.

Studierende von außerhalb der EU/des EWR zahlen für einen Bachelor- oder Masterstudiengang meist 6.000–16.000 € im Jahr (DKK 45.000–120.000). Den genauen Betrag nennt dir die Hochschule.

Deutschland

Die meisten öffentlichen Hochschulen verlangen keine Studiengebühren – weder im Bachelor noch in vielen Masterstudiengängen. Alle Studierenden zahlen aber einen Semesterbeitrag – laut DAAD je nach Hochschule zwischen 100 und 350 €. An der Universität Heidelberg sind es zum Beispiel 189,80 € pro Semester (80 € Verwaltungskostenbeitrag, 95 € für das Studierendenwerk, 10 € für die Studierendenschaft und kleine Beträge für Leihfahrräder und Theater).

Ausnahmen:

  • Baden-Württemberg verlangt von Studierenden von außerhalb der EU/des EWR 1.500 € pro Semester und für ein Zweitstudium 650 € pro Semester – das gilt auch für Studierende aus der EU,
  • die TU München verlangt seit dem Wintersemester 2024/25 von Studierenden von außerhalb der EU/des EWR 2.000 oder 3.000 € pro Semester im Bachelor und 4.000 oder 6.000 € im Master,
  • manche Masterstudiengänge (vor allem weiterbildende, nicht konsekutive) und Online-Studiengänge kosten deutlich mehr, teils über 10.000 € pro Semester.

Kommst du von außerhalb der EU/des EWR, prüf die Gebühren an deiner Wunschhochschule genau – sie hängen vom Bundesland und von der Hochschule ab.

Estland

Vollzeitstudiengänge auf Estnisch sind an öffentlichen Hochschulen kostenlos – das bestätigt zum Beispiel die Universität Tartu. Auch alle Doktoratsprogramme sind kostenlos.

Für englischsprachige Studiengänge zahlst du meist Gebühren. Laut Study in Estonia kostet ein Bachelor- oder Masterstudium 1.500 bis 15.000 € pro Jahr, am teuersten sind Medizin, Jura, Management und Sozialwissenschaften. Die Hochschulen dürfen von EU- und Nicht-EU-Studierenden unterschiedliche Gebühren verlangen, und manche Studiengänge sind kostenlos. Beispiele:

  • Universität Tartu – der englischsprachige Bachelor in Business Administration kostet 4.200 € pro Jahr. Für 2026/27 nimmt die Universität Studierende in 25 internationale Masterstudiengänge auf, 16 davon sind für EU-Bürgerinnen und -Bürger kostenlos. Ab 2026/27 gewährt Tartu neu zugelassenen Studierenden von außerhalb der EU/des EWR keine Gebührenbefreiung mehr,
  • TalTech – EU-Bürgerinnen und -Bürger in englischsprachigen Vollzeitstudiengängen zahlen an den Fakultäten für Ingenieurwesen, IT und Naturwissenschaften sowie an der Estnischen Seefahrtsakademie keine Studiengebühren. An der School of Business and Governance fallen Gebühren an – 2026/27 zum Beispiel 2.500 € pro Semester in einigen Studiengängen.

Studierende von außerhalb der EU/des EWR zahlen an der TalTech 2026/27 je nach Studiengang 1.900 bis 4.200 € pro Semester. Die Gebühren ändern sich jedes Jahr – den aktuellen Betrag findest du auf der Seite des Studiengangs.

Finnland

Bürgerinnen und Bürger der EU/des EWR zahlen in Finnland keine Studiengebühren – auch nicht für Studiengänge auf Englisch.

Studierende von außerhalb der EU/des EWR zahlen für englischsprachige Bachelor- und Masterstudiengänge meist 8.000–20.000 € pro Jahr, je nach Hochschule. Studiengänge auf Finnisch und Schwedisch sind für alle kostenlos. Die Hochschulen bieten gebührenpflichtigen Studierenden Stipendien und Gebührenbefreiungen an (siehe: Stipendien).

Gebühren, die auch für dich anfallen können:

  • Beitrag für die Studierendenvertretung – etwa 50–70 € pro Studienjahr,
  • Gebühr für die studentische Gesundheitsversorgung – 35,35 € pro Semester (2026). Du zahlst sie nicht, wenn du in einem anderen EU/EWR-Land sozialversichert bist.

Frankreich

An öffentlichen Universitäten legt der Staat die Gebühren fest. 2026/27 betragen sie:

  • Licence – 178 € im Jahr,
  • Master – 255 € im Jahr,
  • Doctorat – 397 € im Jahr laut Campus France (service-public.fr nennt 398 €).

Dazu zahlen alle Studierenden die CVEC – 105 € im Jahr 2026/27. Befreit sind unter anderem Stipendiatinnen und Stipendiaten (boursiers) und Austauschstudierende.

Studierende von außerhalb der EU/des EWR zahlen differenzierte Gebühren: 2.902 € im Jahr für die Licence und 3.950 € für den Master (2026/27); für die Promotion gilt dieselbe Gebühr wie für EU-Studierende. Ab 1. September 2026 sind diese Gebühren an öffentlichen Universitäten verpflichtend, und die Universitäten dürfen nur einen begrenzten Teil der Studierenden von außerhalb der EU befreien (2026/27 höchstens 30 %). Manche Gruppen zahlen den niedrigeren Satz oder gar nichts, z. B. Geflüchtete, manche langjährig in Frankreich Ansässige und Inhaberinnen und Inhaber französischer Regierungsstipendien – die Details findest du bei Campus France.

Ingenieurschulen haben eigene, höhere Sätze, und private Hochschulen (darunter viele Business Schools) legen ihre Gebühren selbst fest – laut Campus France meist etwa 6.000 bis 18.000 € im Jahr oder sogar mehr.

Griechenland

Bachelorstudiengänge auf Griechisch an öffentlichen Universitäten sind kostenlos – für Studierende aus Griechenland, aus der EU und von außerhalb der EU (Ausnahme: die Hellenic Open University).

Zahlen musst du für Studiengänge auf Englisch und viele Masterstudiengänge – die Gebühr legt jede Universität für jeden Studiengang fest. Study in Europe nennt diese Sätze für Studierende von außerhalb der EU:

  • Bachelor – 5.000–15.000 € im Jahr,
  • Master – 3.000–7.000 € im Jahr.

An öffentlichen Universitäten sparst du auch beim Essen: Wer die Kriterien erfüllt – z. B. mit niedrigem Einkommen oder mit Stipendium –, isst in der Mensa kostenlos, alle anderen zahlen sehr niedrige Preise.

Irland

Über die Free Fees Initiative übernimmt der Staat deine Studiengebühren an einer öffentlichen Hochschule, wenn:

  • du Bürgerin oder Bürger der EU, des EWR, der Schweiz oder des Vereinigten Königreichs bist,
  • du in den 5 Jahren vor Studienbeginn mindestens 3 Jahre in der EU, im EWR, in der Schweiz oder im Vereinigten Königreich gelebt hast,
  • du dein erstes Vollzeitstudium im Grundstudium beginnst und es mindestens 2 Jahre dauert.

Zahlen musst du den Student Contribution – einen Beitrag für studentische Services und Prüfungen. 2026/27 beträgt er höchstens 2.500 €, und Studierende aus Familien mit einem Einkommen bis 120.000 € zahlen höchstens 2.000 €. Die Hochschulen verlangen außerdem eigene Gebühren (z. B. das UCC: 207 € im Studienjahr 2025/26).

Masterstudiengänge fallen nicht unter Free Fees – die Gebühr legt die Hochschule fest. Studierende von außerhalb der EU zahlen für jeden Studiengang Studiengebühren: meist etwa 9.850–25.500 € pro Jahr im Bachelor und bis zu 39.500–55.000 € in Medizin.

Island

Öffentliche Universitäten verlangen keine Studiengebühren, es gibt aber eine Pflicht-Einschreibegebühr. An der Universität Island beträgt sie ISK 100.000 für das Studienjahr 2026/27 (vorher ISK 75.000). Fängst du im Frühjahrssemester an, zahlst du ISK 75.000. Die Gebühr wird nicht erstattet.

Für Studierende von außerhalb des EWR ändert sich das: Die Regierung hat den öffentlichen Universitäten erlaubt, von ihnen ab dem Herbstsemester 2027 Studiengebühren zu verlangen. Die Beträge stehen noch nicht fest und können sich je nach Studiengang unterscheiden. Laut Universität Island sind Studierende, die im Herbst 2026 anfangen, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Personen mit Daueraufenthaltserlaubnis davon ausgenommen. Bürgerinnen und Bürger der EU/des EWR betrifft das nicht.

Private Universitäten verlangen höhere Gebühren – die Höhe findest du auf der Website deiner Wunschhochschule.

Italien

An staatlichen Universitäten hängen die Gebühren vom Einkommen deiner Familie ab, gemessen mit dem Indikator ISEE. Laut Study in Europe zahlen Studierende an öffentlichen Universitäten meist 900–4.000 € im Jahr, an privaten 6.000–20.000 € oder mehr.

Seit 2021/22 gibt es eine No Tax Area: Liegt dein ISEE bei höchstens 22.000 €, zahlst du keine Studiengebühr (contributo onnicomprensivo). Zwischen 22.000 € und 30.000 € sinkt die Gebühr um 80–10 %. Viele Universitäten gehen weiter – 2026/27 erlässt zum Beispiel die Universität Bologna die Gebühren bis zu einem ISEE von 27.000 €, die Universität Mailand bis 30.000 € (für Studierende, die ihre Prüfungen rechtzeitig ablegen).

Alle zahlen allerdings die regionale Abgabe für das Recht auf Studium (tassa regionale) und eine Stempelgebühr von 16 €. In Bologna beträgt die erste Rate 2026/27 157,04 € (davon 140 € tassa regionale), in Mailand liegt die tassa regionale je nach ISEE bei 130–190 €.

Liegen Einkommen und Vermögen deiner Familie im Ausland, musst du sie – mit übersetzten und legalisierten Unterlagen – bis zu der Frist nachweisen, die deine Universität festlegt. Ohne diese Unterlagen zahlst du den vollen Satz. Das gilt für Studierende aus der EU und von außerhalb gleichermaßen. Manche Universitäten verlangen von Studierenden aus bestimmten Ländern außerhalb der EU, deren Familie nur im Ausland Einkommen hat, eine ermäßigte Pauschalgebühr – in Bologna 2026/27 zum Beispiel 1.000 € im Jahr für ein Bachelorstudium (plus die erste Rate von 157,04 €) für Staatsangehörige von Nicht-OECD-Ländern und 500 € für Staatsangehörige besonders armer Länder, ohne Einkommensnachweise.

Kroatien

An öffentlichen Hochschulen übernimmt das Wissenschaftsministerium die Kosten des Vollzeitstudiums für kroatische und EU-Staatsangehörige über die Programmfinanzierung – so steht es in den Ausschreibungen der Universität Zagreb für 2026/27. Die genauen Bedingungen findest du in der Ausschreibung (natječaj) deiner Wunschhochschule.

Studierende von außerhalb der EU zahlen etwa 1.100–10.400 € pro Jahr in Geistes- und Sozialwissenschaften, etwa 1.000–6.000 € in Natur- und Technikwissenschaften und 10.000–12.000 € für Medizin. Die Bewerbungsgebühr liegt bei etwa 60–300 €.

Englischsprachige Studiengänge können volle Gebühren kosten – an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik (FER) in Zagreb zum Beispiel 5.574 € pro Jahr im Bachelor und 5.970 € im Master (2026/27). Prüf vor der Bewerbung, ob die Gebühr auch für EU-Bürgerinnen und -Bürger gilt.

Lettland

An lettischen Universitäten gibt es zwei Arten von Plätzen: staatlich finanzierte (budžeta vietas), für die du keine Studiengebühr zahlst, und gebührenpflichtige. EU-Bürgerinnen und -Bürger können sich um staatlich finanzierte Plätze bewerben – an der Universität Lettland gilt dafür eine eigene, frühere Frist. Solche Plätze gibt es wenige: Im englischsprachigen Bachelor in English, European Languages and Business Studies kommen auf 100 gebührenpflichtige Plätze 23 staatlich finanzierte.

Die Gebühr für gebührenpflichtige Plätze legt die Universität fest. Laut Study in Latvia reicht sie von weniger als 1.600 € pro Jahr für manche Bachelorstudiengänge bis 15.000 € für Zahnmedizin. Ungefähre Jahresgebühren:

  • Medizin und Gesundheitswissenschaften – 8.000–15.000 €,
  • Management und Wirtschaft – 2.000–6.000 €,
  • Ingenieurwissenschaften – 2.700–3.500 €,
  • Informatik – 1.800–3.800 €.

Ein Beispiel von einer öffentlichen Universität: An der Universität Lettland kostet der oben genannte Bachelor 2026/27 für EU-Bürgerinnen und -Bürger 2.600 € pro Jahr und für alle anderen 3.500 €.

Liechtenstein

Die Universität Liechtenstein verlangt von allen Studiengebühren, aber Bürgerinnen und Bürger der EU/des EWR zahlen weniger:

  • CHF 950 pro Semester – Bürgerinnen und Bürger der EU/des EWR und der Schweiz (und Studierende mit einem Schulabschluss aus einem EU/EWR-Land),
  • CHF 1.250 pro Semester – alle anderen Studierenden.

Die Gebühr ist im Bachelor, Master und Doktorat gleich. Davon gehen CHF 10 pro Semester an die Studierendenschaft. Dazu kommen die einmalige Bewerbungsgebühr von CHF 100 und – für Studierende, die ein Visum brauchen – die rückzahlbare Kaution von CHF 3.000.

Litauen

Auf staatlich finanzierten Plätzen (valstybės finansuojamos vietos) zahlt der Staat deine Studiengebühren – als EU-Bürgerin oder EU-Bürger kannst du dich über LAMA BPO darum bewerben. Auf kostenpflichtigen Plätzen legt die Universität die Gebühr fest. Laut Study in Europe beginnen die Jahresgebühren bei:

  • 1.300 € im Bachelor,
  • 2.300 € im Master,
  • 8.400 € in der Promotion.

Beispiele von der Universität Vilnius (einer öffentlichen Universität), Aufnahme 2026:

  • der englischsprachige Bachelor International Business – 3.950 € im Jahr für EU-Bürger und 4.350 € für alle anderen,
  • Medizin auf Englisch – 14.100 € im Jahr.

Die Gebühr für das erste Jahr zahlst du innerhalb von 15 Tagen nach dem Studienplatzangebot. Trittst du vor Semesterbeginn zurück, bekommen EU-Studierende 90 % der Zahlung zurück.

Luxemburg

An der Universität Luxemburg zahlen alle gleich viel – es gibt keinen Unterschied zwischen Studierenden aus der EU und von außerhalb der EU. Die Einschreibegebühr beträgt meist 400 € pro Semester (Angaben der Uni.lu von 2025), hängt aber vom Studiengang ab.

Laut Eurydice (April 2025) zahlst du im Bachelor im 1. und 2. Semester 400 € pro Semester und im 3. bis 6. Semester 200 €. Einige Masterstudiengänge kosten mehr, z. B. der Master in Accounting and Audit – 1.600 € pro Semester, der Master in Psychotherapy – 2.600 € pro Semester und der Master in Entrepreneurship and Innovation – 5.000 € für das erste und 3.000 € für das zweite Jahr.

Dazu kommen 100 € für jede Bewerbung. Private Hochschulen legen ihre Gebühren selbst fest.

Malta

EU-Bürgerinnen und -Bürger im Vollzeitstudium zahlen in Bachelorstudiengängen an der University of Malta, am MCAST und am ITS keine Studiengebühren – genau wie maltesische Studierende. Auch manche Vollzeit-Masterstudiengänge, die zu einer Berufsqualifikation führen, sind kostenlos, z. B. der Master in Teaching and Learning für angehende Lehrkräfte. Abend- und Teilzeitstudiengänge kosten Gebühren, allerdings zu staatlich subventionierten Sätzen.

Für alle anderen Studiengänge zahlst du. Study in Europe nennt diese Richtwerte:

  • Bachelor – 1.000–9.000 € pro Jahr,
  • Master – 2.000–12.000 € pro Jahr,
  • Doktorat – 600–2.000 € pro Jahr für EU-Bürgerinnen und -Bürger, 5.000–11.000 € für Studierende von außerhalb der EU.

Studierende von außerhalb der EU zahlen für jeden Studiengang – der BA in Geschichte an der UM kostet 2026/27 zum Beispiel 8.500 € pro Jahr. Private Hochschulen legen ihre Gebühren selbst fest.

Niederlande

Studierende aus der EU/dem EWR zahlen die gesetzliche Studiengebühr (wettelijk collegegeld). 2026/27 beträgt sie 2.694 € im Jahr für Vollzeitstudiengänge (2025/26: 2.601 €). Für Teilzeit- und duale Studiengänge legt die Hochschule einen Betrag zwischen 1.604 € und 2.694 € fest.

Die Bedingung: Du hast nicht schon denselben Abschluss von einer öffentlichen niederländischen Hochschule. Für ein zweites Studium auf derselben Stufe kann die Hochschule ihre institutionelle Gebühr (instellingscollegegeld) verlangen.

Die Gebühr kannst du dir leihen: DUO bietet ein Studiengebührendarlehen (collegegeldkrediet) an, das monatlich als 1/12 der Gebühr ausgezahlt wird. Auch EU-Bürgerinnen und -Bürger unter 30 können es beantragen.

Studierende von außerhalb der EU/des EWR zahlen die institutionelle Gebühr: laut Study in NL im Schnitt 9.000–20.000 € im Jahr im Bachelor und 12.000–30.000 € im Master.

Nordmazedonien

Internationale Studierende in Nordmazedonien – auch aus der EU – zahlen Gebühren für ausländische Studierende. An der UKIM legt jede Fakultät sie fest, pro Studienjahr (60 ECTS).

Beispiele für Studiengänge im ersten Zyklus 2026/27:

  • Philologie und Pädagogik – 800 €,
  • Wirtschaftswissenschaften – 1.500 €,
  • Architektur – 2.000 €,
  • Jura – 2.000–2.500 €,
  • Medizin, Zahnmedizin und Pharmazie auf Englisch – 5.000 €.

Dazu kommt eine Gebühr von MKD 750 für studentische Aktivitäten.

Zum Vergleich: Mazedonische Studierende zahlen auf einem staatlich finanzierten Platz 200 €, auf einem selbst finanzierten Platz 400 € (in Denar). Im zweiten Zyklus zahlen ausländische Studierende z. B. an der Juristischen Fakultät 1.000 € pro Semester.

Norwegen

Studierende aus der EU/dem EWR und der Schweiz zahlen an öffentlichen Hochschulen keine Studiengebühren. Seit Herbst 2023 müssen aber Studierende von außerhalb der EU/des EWR und der Schweiz Studiengebühren zahlen. An der UiT sind es zum Beispiel je nach Fach NOK 100.500, 150.500 oder 351.000 pro Jahr. Study in Europe nennt eine typische Spanne von NOK 130.000–390.000 pro Jahr.

Alle Studierenden zahlen eine Semestergebühr an das Studierendenwerk (studentsamskipnad), das unter anderem Wohnheime und soziale Angebote betreibt. An der Universität Oslo sind es NOK 690 für das SiO, dazu NOK 220 für Kopinor (Kopien von Studienmaterial) und freiwillig NOK 50 für die Stiftung SAIH. An der UiT beträgt die Semestergebühr NOK 670.

Private Hochschulen dürfen von allen Studiengebühren verlangen – die Höhe findest du auf der Website der Hochschule.

Österreich

An öffentlichen Universitäten zahlen Studierende aus der EU/dem EWR keine Studiengebühren – solange sie die Regelstudienzeit plus zwei Semester nicht überschreiten. Danach beträgt der Studienbeitrag 363,36 € pro Semester. Befreiung oder Rückerstattung ist in besonderen Fällen möglich, z. B. für Austauschstudierende und manche Stipendiatinnen und Stipendiaten.

Studierende von außerhalb der EU zahlen in der Regel 751,92 € pro Semester. Wer aus bestimmten Ländern kommt, z. B. aus den am wenigsten entwickelten Ländern, kann befreit sein – frag bei deiner Hochschule nach.

Alle Studierenden zahlen außerdem 25,20 € pro Semester – den ÖH-Beitrag für die Österreichische Hochschüler_innenschaft, der eine Unfallversicherung einschließt.

Fachhochschulen (FH) dürfen Studiengebühren verlangen, Privatuniversitäten und Pädagogische Hochschulen legen ihre Gebühren selbst fest. Die Höhe findest du auf der Website deiner Hochschule.

Polen

Ein Vollzeitstudium auf Polnisch an öffentlichen Hochschulen ist kostenlos für polnische Staatsangehörige, Bürgerinnen und Bürger der EU, des EWR und der Schweiz, Inhaberinnen und Inhaber der Karta Polaka (Polenkarte) und andere Ausländer, die zu denselben Bedingungen wie polnische Staatsangehörige studieren.

Das Gesetz erlaubt öffentlichen Hochschulen aber, unter anderem für Folgendes Gebühren zu verlangen:

  • Teilzeitstudium (Lehrveranstaltungen am Wochenende oder abends),
  • Studiengänge in einer Fremdsprache,
  • Wiederholung von Lehrveranstaltungen wegen schlechter Ergebnisse,
  • Lehrveranstaltungen außerhalb des Studienprogramms,
  • Zulassung, Studierendenausweis, Zweitschriften von Dokumenten, Wohnheime und Mensen.

Laut NAWA kosten Studiengänge auf Englisch meist 2.000 bis 6.000 € pro Jahr, je nach Hochschule und Studiengang (MBA-Programme rund 8.000–12.000 €). Nichtöffentliche Hochschulen legen ihre Gebühren selbst fest. Die Höhe findest du auf der Website deiner Wunschhochschule.

Studierende von außerhalb der EU, die nicht zu denselben Bedingungen wie polnische Staatsangehörige studieren, zahlen auch für Studiengänge auf Polnisch (erste und zweite Stufe sowie einstufiger Master) mindestens 2.000 € pro Jahr. Doktorandenschulen verlangen keine Studiengebühren und zahlen allen Doktorandinnen und Doktoranden in Vollzeit ein Stipendium.

Portugal

An öffentlichen Hochschulen haben die Studiengebühren (propinas) eine gesetzliche Obergrenze. 2025/26 liegt sie bei 697 € im Jahr – so wie in den Vorjahren. Die Obergrenze gilt für:

  • Bachelorstudiengänge,
  • integrierte Masterstudiengänge,
  • TESP-Kurse,
  • Masterstudiengänge, die zusammen mit einem Bachelor für die Ausübung eines Berufs nötig sind.

Die Gebühr zahlst du in mindestens sieben Monatsraten. Ein Beispiel: Die Universität Lissabon (ULisboa) lässt ihre Gebühr für Bachelor- und integrierte Masterstudiengänge 2026/27 auf gleicher Höhe – 697 €.

Für andere Master- und Promotionsstudiengänge legt jede Universität oder sogar jede Fakultät die Gebühren selbst fest. An privaten Hochschulen bestimmt der Träger die Höhe.

Internationale Studierende (siehe: Zulassung) zahlen höhere Gebühren, die jede Hochschule selbst festlegt. An der ULisboa reichen sie 2026/27 für Bachelor- und integrierte Masterstudiengänge zum Beispiel von 1.500 € im Jahr (Jura) bis 18.000 € im Jahr (integrierter Master in Medizin). EU-Bürgerinnen und -Bürger haben keinen Status als internationale Studierende, für sie gelten diese Gebühren also nicht.

Rumänien

Öffentliche Hochschulen haben staatlich finanzierte Plätze (locuri bugetate), bei denen der Staat die vollen Studienkosten übernimmt, und gebührenpflichtige Plätze. EU-Bürgerinnen und -Bürger können einen staatlich finanzierten Platz zu denselben Bedingungen bekommen wie rumänische Studierende – wenn sie in der Rangliste über der Finanzierungsgrenze landen. Wenn nicht, kostet das Studium meist 2.000 bis 10.000 € pro Jahr.

Medizin auf Englisch kostet Gebühren. Beispiele für 2026/27:

  • UMF „Iuliu Hațieganu“ Cluj-Napoca – 10.000 € pro Jahr (Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie). EU-Bürgerinnen und -Bürger zahlen die Hälfte, 5.000 €, um ihren Platz zu bestätigen – nicht erstattbar. Dazu kommt eine Bearbeitungsgebühr für die Bewerbung von 300 €,
  • UMF „Grigore T. Popa“ Iași – 9.000 € pro Jahr (Medizin und Zahnmedizin), gleich viel für Studierende aus der EU und von außerhalb der EU.

Laut Study in Europe zahlen Studierende von außerhalb der EU im Schnitt 2.000–5.000 € pro Jahr. Für das Studienvisum musst du nachweisen, dass du die Studiengebühren für mindestens ein Jahr bezahlt hast.

Schweden

EU/EWR-Bürgerinnen und -Bürger sowie Schweizerinnen und Schweizer zahlen in Schweden weder Studiengebühren noch eine Bewerbungsgebühr – du musst nur deine Staatsangehörigkeit nachweisen. Das gilt für Bachelor- und Masterstudiengänge, auch für die auf Englisch.

Studierende von außerhalb der EU/des EWR und der Schweiz zahlen:

  • eine Bewerbungsgebühr von SEK 900,
  • Studiengebühren von SEK 80.000 bis 295.000 pro Jahr – im Schnitt etwa SEK 129.000, je nach Hochschule und Studiengang.

Die Promotion ist in Schweden meist eine bezahlte Stelle – Doktorandinnen und Doktoranden sind an der Universität angestellt und bekommen ein Gehalt, und die Auswahl läuft anders als bei normalen Studiengängen.

Schweiz

Jede Hochschule legt ihre Studiengebühren selbst fest, gezahlt wird jedes Semester. Hinweis: Viele Hochschulen verlangen von internationalen Studierenden mehr als von Schweizerinnen und Schweizern – und die Staatsangehörigkeit eines EU-Landes bringt dir nicht den niedrigeren Satz.

  • ETH Zürich: Seit dem Herbstsemester 2025 beträgt die Gebühr CHF 730 für Schweizer Staatsangehörige und Personen, die ihren Schulabschluss mit Wohnsitz in der Schweiz erworben haben, und CHF 2.190 pro Semester für alle anderen ausländischen Studierenden. EU-Bürgerinnen und -Bürger zahlen den niedrigeren Satz nur, wenn sie schon vor Studienbeginn z. B. eine Schweizer Bewilligung B, L oder G mit Arbeitserlaubnis oder eine Bewilligung C hatten. Die Gebührengruppe kannst du während des Studiums nicht wechseln, auch nicht beim Übergang in den Master,
  • Universität Lausanne (UNIL): CHF 500 pro Semester – gleich viel für Schweizer und internationale Studierende (2026/27),
  • Universität Genf: CHF 500 pro Semester (CHF 65 feste Gebühren und CHF 435 Studiengebühr).

2026/27 zahlen internationale Studierende zum Beispiel CHF 2.190 an der EPFL, CHF 2.550 an der Universität Bern und CHF 4.000 an der USI. Das Portal Study in Switzerland nennt eine allgemeine Spanne von CHF 500–4.000 pro Semester. Diese Sätze gelten für Studierende aus der EU und von außerhalb der EU gleichermaßen.

Serbien

Serbien ist nicht in der EU, deshalb zahlen alle internationalen Studierenden – auch EU-Bürger – Studiengebühren für Ausländer. Jede Hochschule oder sogar jede Fakultät legt sie selbst fest. Laut Study in Serbia liegen sie meist bei 750 bis 20.000 € im Jahr, im Schnitt bei rund 2.500 €. Study in Europe weist darauf hin, dass Studiengänge auf Serbisch an öffentlichen Hochschulen staatlich finanziert sein können – frag bei deiner Fakultät, ob das auch für Ausländer gilt.

Beispiel: Fakultät für Elektrotechnik der Universität Belgrad (ETF), 2025/26:

  • Bachelor Elektrotechnik und Informatik – 2.000 € (Studierende aus Serbien zahlen RSD 144.000),
  • Bachelor Softwaretechnik – 3.000 €,
  • Master – 2.500 €, auf Englisch 9.000 €,
  • Promotion – 4.000 €, auf Englisch 10.000 €.

Für Bücher und Lernmaterial kommen meist noch 100–250 € im Jahr dazu.

Slowakei

Vollzeitstudiengänge auf Slowakisch an öffentlichen Universitäten sind kostenlos – unabhängig von deiner Staatsangehörigkeit –, solange du die Regelstudienzeit nicht überschreitest.

Zahlen musst du, wenn du:

  • in einer Fremdsprache studierst – laut SAIA liegen die Studiengebühren zwischen 500 € und 12.200 € pro Studienjahr,
  • die Regelstudienzeit überschreitest,
  • dich für eine private Hochschule entscheidest – sie legt ihre Gebühren selbst fest.

Die Bewerbungsgebühr zahlst du extra, die Höhe legt die Universität oder Fakultät fest.

Slowenien

EU-Bürgerinnen und -Bürger in öffentlich finanzierten Vollzeitstudiengängen zahlen keine Studiengebühren – genau wie Slowenen.

Wer in Teilzeit studiert, zahlt – auch aus der EU. Studierende von außerhalb der EU/des EWR ohne Daueraufenthalt in Slowenien zahlen meist pro Jahr:

  • erste Stufe – 2.000–11.000 €,
  • zweite Stufe – 2.000–15.000 €,
  • Promotion – 2.000–6.000 €.

Private Hochschulen und zusätzliche Gebühren (z. B. für die Einschreibung) legt jede Hochschule selbst fest – schau auf ihrer Website nach.

Spanien

An öffentlichen Universitäten zahlst du pro ECTS-Punkt, und den Preis legt die Region fest. Laut Wissenschaftsministerium lag der durchschnittliche Preis pro Punkt im Grado 2024/25 zwischen 11,95 € in Galicien (sowie 12,34 € in Asturien, 12,50 € auf den Kanarischen Inseln, 12,62 € in Andalusien) und 19,29 € in Navarra (18,55 € in Madrid, 18,15 € in Katalonien). Study in Europe schätzt, dass ein Jahr im Bachelor etwa 700–1.700 € kostet und ein Jahr im Master etwa 1.000–3.500 €.

Beispiel: An der Universidad Complutense de Madrid kostet ein Punkt, den du zum ersten Mal belegst, 2026/27 16,92–20,68 €. Zu Beginn zahlst du außerdem 27,54 € für die Eröffnung deiner Studierendenakte und 6,11 € Verwaltungsgebühr. Wiederholst du ein Fach, wird es deutlich teurer – schon beim zweiten Mal 40,02–48,03 € pro Punkt.

Im Master lag der Durchschnittspreis 2024/25 bei 15,76 € pro Punkt für másteres habilitantes und bei 30,04 € für andere Masterstudiengänge. EU-Bürgerinnen und -Bürger zahlen dasselbe wie Spanierinnen und Spanier.

Studierende von außerhalb der EU ohne Wohnsitz in Spanien zahlen an vielen Universitäten mehr – und eine Aufenthaltsgenehmigung zum Studium zählt nicht als Wohnsitz. An der Complutense zahlen sie zum Beispiel im Grado den Preis der vierten Einschreibung und im Máster den der dritten. An der Universidad Carlos III de Madrid (UC3M) kostet sie ein Punkt im Bachelor 2026/27 113,71–136,44 €. Manche Universitäten verlangen von Studierenden aus Ländern, mit denen sie Abkommen haben, den normalen Preis – frag bei deiner Universität nach.

Private Universitäten sind deutlich teurer – bis zu 20.000 € pro Jahr.

Tschechien

Studiengänge auf Tschechisch sind an öffentlichen und staatlichen Hochschulen kostenlos – unabhängig von deiner Staatsangehörigkeit. Du zahlst nur die Bewerbungsgebühr und deine Lebenshaltungskosten.

Zahlen musst du, wenn du:

  • länger als die Regelstudienzeit studierst – an der Karls-Universität bekommst du ein zusätzliches Jahr kostenlos (z. B. 6+1 Jahre in Medizin); danach zahlst du,
  • in einer Fremdsprache studierst – Studiengänge auf Englisch (oder auf Deutsch, Französisch oder Russisch) kosten meist Studiengebühren. An der Karls-Universität liegen sie je nach Studiengang zwischen 40 € und 30.620 € pro Jahr,
  • eine private Hochschule wählst – sie legt ihre Gebühren selbst fest.

Die Regeln sind für Studierende aus der EU und von außerhalb der EU gleich. Die Gebühr für einen bestimmten Studiengang findest du im Studienkatalog der Hochschule oder in der Suchmaschine Study in Czechia (Filter „tuition fees“).

Türkei

Die Studiengebühren für internationale Studierende legt jede Universität selbst fest, und sie gelten auch für EU-Bürgerinnen und -Bürger. Laut Study in Europe kostet ein Jahr an staatlichen Universitäten:

  • 250–700 € im Bachelor,
  • 500–1.200 € im Master.

An privaten (Stiftungs-)Universitäten zahlst du 4.000–20.000 € pro Jahr.

Beispiel: METU in Ankara, internationale Studierende mit Studienbeginn ab 2023/24, Studienjahr 2026/27, pro Semester:

  • Architektur, Ingenieurwesen und Naturwissenschaften – USD 1.200,
  • Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften, Sozialwissenschaften, Erziehungswissenschaften – USD 800,
  • Master- und Doktoratsprogramme – USD 375.

Die Dollarbeträge werden zum Kurs der Zentralbank aus der Woche vor dem Zahlungstermin in türkische Lira umgerechnet. Für Semester über die Regelstudienzeit hinaus zahlst du das 1,5-Fache.

Ungarn

EU-Bürgerinnen und -Bürger können einen staatlich finanzierten Platz (magyar állami ösztöndíj) bekommen – dann zahlst du keine Studiengebühren. Diese Plätze gibt es nur in Studiengängen auf Ungarisch, vergeben werden sie über felvi.hu.

Bei kostenpflichtigen Studiengängen, darunter alle Studiengänge auf Englisch, legt die Universität die Gebühr fest – sie unterscheidet sich stark je nach Universität und Studiengang. Medizin auf Englisch an der Semmelweis-Universität kostet zum Beispiel 9.340 € pro Semester plus einmalige Gebühren. Den Betrag für deinen Studiengang findest du auf der Website der Universität.

Kommst du von außerhalb der EU, studierst du in der Regel auf einem kostenpflichtigen Platz – außer du bekommst ein Stipendium Hungaricum, das für Staatsangehörige der Partnerländer Ungarns die Studiengebühren übernimmt (siehe: Stipendien).

Vereinigtes Königreich

Die Studiengebühren für internationale Studierende legt jede Universität selbst fest, und sie hängen vom Studiengang ab. Ein Beispiel: Am UCL in London kostet der Bachelor Economics and Statistics BSc internationale Studierende £44.400 im Jahr (Studienbeginn 2027/28). Das UCL garantiert internationalen Studierenden, dass die Gebühr während des Studiums nicht steigt. Andere Universitäten, etwa Manchester, behalten sich eine Erhöhung um bis zu 7 % im Jahr vor.

Studierende mit Home Fee Status zahlen in England höchstens £9.790 im Jahr (2026/27) an Universitäten mit TEF-Bewertung und Access and Participation Plan; für 2027/28 liegt die Grenze bei £10.050. Diesen Status kannst du zum Beispiel bekommen, wenn du Settled Status hast, in England wohnst und vor Studienbeginn 3 Jahre im Vereinigten Königreich gelebt hast – dann kannst du auch einen Tuition Fee Loan bekommen. Auch irische Staatsangehörige, die seit 3 Jahren im Vereinigten Königreich oder in Irland leben, können ihn erhalten. Deinen Status prüfst du mit dem Rechner auf gov.uk oder beim Zulassungsteam der Universität.

Die Gebühren für Masterstudiengänge legen die Universitäten selbst fest, getrennt für Home- und internationale Studierende.

Zypern

Bürgerinnen und Bürger der EU zahlen für ein Bachelorstudium an öffentlichen Universitäten keine Studiengebühren – genau wie Zyprerinnen und Zyprer. Eine Ausnahme ist die Open University of Cyprus. An der University of Cyprus beträgt die Gebühr 3.417 € im Jahr, für EU-Studierende übernimmt sie aber der Staat. Studierende von außerhalb der EU zahlen 6.834 € im Jahr.

Für ein Masterstudium an öffentlichen Universitäten zahlen alle – auch Zyprer und EU-Bürger. Je nach Studiengang sind es 4.100–10.250 € im Jahr.

Private Universitäten legen ihre Gebühren selbst fest – schau auf der Website deines Studiengangs nach.

Kleine Extrakosten: Ein Studierendenausweis an der UCY kostet 12 €.

Quellen: Europäische Kommission – Study in Europe (education.ec.europa.eu/study-in-europe), Eurostat, offizielle nationale Studien- und Aufenthaltsportale und Behörden, Eurodesk, enic-naric.net, studiumineuropa.eu. Stand: September 2026.

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