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Hochschulen in Europa

alle gefunden: 35

Belgien

Junge Frau liest am Korenlei-Ufer in Gent, hinter ihr die Häuser der Graslei

In Belgien ist nicht der Staat für die Hochschulen zuständig, sondern die Sprachgemeinschaften – jede hat eigene Hochschulen, Regeln und Gebühren. Für dich zählen die beiden größten.

Die Flämische Gemeinschaft (Flandern und die niederländischsprachigen Hochschulen in Brüssel) – 18 öffentlich finanzierte Hochschulen:

  • 5 Universitäten – darunter die KU Leuven, die Universität Gent (UGent) und die Universität Antwerpen,
  • 13 Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Kunst (Hogescholen),
  • 3 weitere Einrichtungen.

Die Föderation Wallonie-Brüssel (die Französische Gemeinschaft) – 40 öffentliche Hochschulen:

  • 5 Universitäten – UCLouvain, ULB, ULiège, UMONS und UNamur,
  • 19 Hautes Écoles – praxisorientierte Hochschulen,
  • 16 Kunsthochschulen (écoles supérieures des arts, ESA).

Internationale Studierende gibt es viele: rund 20 % an der UCLouvain, 24 % an der ULiège, und an der ULB kommt jede bzw. jeder dritte Studierende und Forschende aus dem Ausland.

Hochschulen in Belgien – Profile

Bulgarien

Junge Leute am Brunnen auf dem Platz vor dem Iwan-Wasow-Nationaltheater in Sofia

In Bulgarien gibt es drei Arten von Hochschulen:

  • Universitäten (университет) – viele Fachrichtungen auf allen Stufen, vom Bachelor bis zur Promotion,
  • spezialisierte Hochschulen – konzentriert auf einen Bereich der Wissenschaft oder der Kunst,
  • eigenständige Colleges (колеж) – dreijährige berufsorientierte Studiengänge (Professional Bachelor).

Jede Hochschule muss von der Nationalen Agentur für Evaluierung und Akkreditierung (NEAA) akkreditiert sein. Die Liste findest du im Hochschulregister des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft. 2023/24 waren 15.100 internationale Studierende in Bachelor- und Masterstudiengängen eingeschrieben. Viele Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland entscheiden sich für Medizin und Zahnmedizin auf Englisch – zum Beispiel an den Medizinischen Universitäten in Sofia und Warna.

Hochschulen in Bulgarien – Profile

Dänemark

Junge Leute fahren mit dem Fahrrad durch eine Straße in Kopenhagen

In Dänemark kannst du zwischen fünf Arten von Hochschulen wählen:

  • Universitäten (universiteter) – allgemein oder spezialisiert, forschungsbasiert, mit Studiengängen auf allen Stufen bis zur Promotion,
  • University Colleges (professionshøjskoler) – berufsorientierte Bachelorstudiengänge, z. B. für künftige Lehrkräfte, Pflegekräfte und Ingenieurinnen und Ingenieure,
  • Business Academies (erhvervsakademier) – kürzere, praxisnahe Studiengänge und anwendungsorientierte Abschlüsse,
  • maritime Hochschulen – Ausbildung für die Schifffahrt,
  • Kunsthochschulen – Kunst, Architektur, Design und Musik.

Auf Englisch gibt es viel Auswahl: Laut dem Portal der Europäischen Kommission laufen mehr als 500 Studiengänge komplett auf Englisch.

Hochschulen in Dänemark – Profile

Deutschland

Menschen entspannen auf der Wiese am Wasser im Englischen Garten in München

Deutschland bietet eine riesige Auswahl. Laut Hochschulrektorenkonferenz (HRK) boten im Wintersemester 2025/26 422 Hochschulen insgesamt 22.426 Studiengänge an. Die wichtigsten Hochschularten sind:

  • Universitäten, darunter die Technischen Universitäten – wissenschaftliche, stark forschungsorientierte Studiengänge,
  • Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW, früher Fachhochschulen) – Studiengänge mit starkem Praxisbezug,
  • Kunst- und Musikhochschulen – zugelassen wirst du hier über eine Eignungsprüfung.

Alle Studiengänge und alle Hochschulen findest du in der Suchmaschine Hochschulkompass der HRK.

Hochschulen in Deutschland – Profile

Estland

Junges Paar hält Händchen vor den Dächern der Tallinner Altstadt

Estland ist klein, hat aber eine gute Auswahl an Hochschulen. Das Portal Study in Estonia (betrieben von der Bildungs- und Jugendbehörde Harno) zählt 18 davon:

  • 6 öffentliche Forschungsuniversitäten – darunter die Universität Tartu (Tartu Ülikool), die Technische Universität Tallinn (TalTech) und die Universität Tallinn,
  • 1 private Forschungsuniversität,
  • 7 staatliche Fachhochschulen (rakenduskõrgkool) – praxisnähere Studiengänge, z. B. im Gesundheitswesen oder in der Luftfahrt,
  • 4 private Fachhochschulen.

Die meisten bieten Studiengänge auf Englisch an – insgesamt mehr als 150 Bachelor- und Masterprogramme. Nur wenige, etwa die Militär- und Sicherheitsakademien und die theologischen Seminare, unterrichten ausschließlich auf Estnisch.

Hochschulen in Estland – Profile

Finnland

Junge Frau mit Laptop auf den Stufen des Senatsplatzes in Helsinki

In Finnland gibt es zwei Arten von Hochschulen. Laut dem offiziellen Portal Study in Finland sind das:

  • 13 Universitäten (yliopisto) – forschungsbasierte Bachelor-, Master- und Promotionsstudiengänge,
  • 22 Hochschulen für angewandte Wissenschaften (ammattikorkeakoulu, kurz AMK; auf Englisch UAS) – praxisorientierte Studiengänge, enge Zusammenarbeit mit Unternehmen und Arbeit an echten Problemen aus der Praxis.

Mehr als 30.000 internationale Studierende sind hier eingeschrieben, und die finnischen Hochschulen bieten über 600 Bachelor- und Masterstudiengänge auf Englisch an.

Hochschulen in Finnland – Profile

Frankreich

Junge Leute entspannen auf dem Rasen des Champ de Mars, im Hintergrund der Eiffelturm

Die Auswahl in Frankreich ist riesig – Campus France, die staatliche Agentur, die für das Studium in Frankreich wirbt, zählt mehr als 3.500 öffentliche und private Hochschulen. Die wichtigsten Arten:

  • öffentliche Universitäten (universités) – Campus France nennt 78 Universitäten und Universitätsverbünde; hier studieren 63 % der internationalen Studierenden,
  • Grandes écoles – selektive Ingenieurschulen, Business Schools und Institute für Politikwissenschaft (20 % der internationalen Studierenden); 227 Schulen dürfen den Ingenieurtitel verleihen, dazu kommen 220 Business- und Management-Schulen,
  • spezialisierte Schulen – fast 3.000 öffentliche und private Schulen, die für bestimmte Branchen ausbilden, z. B. Gesundheit, Journalismus oder Design,
  • Kunst- und Architekturhochschulen – fast 50 öffentliche Kunst- und Designhochschulen des Kulturministeriums und ein Netz aus 20 öffentlichen Architekturhochschulen (ENSA).

Insgesamt studieren in Frankreich 2,9 Millionen Menschen, 14 % davon kommen aus dem Ausland.

Hochschulen in Frankreich – Profile

Griechenland

Junge Leute sitzen bei Sonnenuntergang vor dem Parthenon auf der Akropolis

In Griechenland studierst du vor allem an öffentlichen Universitäten. Das offizielle Portal Study in Greece nennt 24 Universitäten – alle öffentlich und staatlich akkreditiert. Dazu gehören allgemeine Universitäten und vier Technische Universitäten. Studieren kannst du dort unter anderem Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Medizin, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaft.

Immer mehr Universitäten bieten auch gemeinsame Abschlüsse und Doppelabschlüsse mit ausländischen Partnern sowie internationale Programme an.

Daneben gibt es private Colleges – nach griechischem Recht sind sie keine Universitäten. Diese Colleges bieten Studiengänge in Kooperation mit ausländischen Universitäten an, und den Abschluss verleiht meist die Partneruniversität. Prüf vor der Einschreibung, ob so ein Abschluss in deinem Heimatland oder dort, wo du arbeiten möchtest, anerkannt wird.

Hochschulen in Griechenland – Profile

Irland

Menschen auf einer Straße in der Dubliner Innenstadt

Zum irischen Hochschulsystem gehören Universitäten, Technologische Universitäten, Institutes of Technology und private Colleges. Die Higher Education Authority (HEA), die die öffentlichen Hochschulen finanziert, nennt:

  • 7 Universitäten – Trinity College Dublin, University College Dublin, Dublin City University, University College Cork, University of Galway, University of Limerick und Maynooth University,
  • 5 Technologische Universitäten – Technological University Dublin, Atlantic TU, Munster TU, South East TU und TU Shannon: Midlands Midwest,
  • weitere öffentliche Hochschulen – darunter RCSI (Medizin und Gesundheitswissenschaften), National College of Art and Design, Mary Immaculate College und Dundalk Institute of Technology.

Außerdem gibt es private unabhängige Colleges – ihre Studiengänge sind nicht immer von der Gebührenfreiheit abgedeckt, also prüf das, bevor du dich entscheidest.

Hochschulen in Irland – Profile

Island

Zwei junge Frauen beim Wandern in Island, hinter ihnen ein Gletscher und Berge

Island ist klein – und die Auswahl an Hochschulen auch. Das offizielle Portal Study in Iceland, das das isländische Forschungszentrum Rannís betreibt, nennt 7 Universitäten:

  • Universität Island (Háskóli Íslands) in Reykjavík,
  • Universität Reykjavík (Reykjavik University),
  • Universität Akureyri,
  • Landwirtschaftsuniversität Island,
  • Universität Hólar,
  • Kunstuniversität Island,
  • Universität Bifröst.

Einige davon sind öffentlich und verlangen keine Studiengebühren; die privaten verlangen höhere Gebühren.

Hochschulen in Island – Profile

Italien

Junge Frau liest im Gras, im Hintergrund Florenz

Italien hat eines der größten Hochschulsysteme Europas. Das Regierungsportal Universitaly nennt 283 Universitäten und Einrichtungen und rund 9.000 Studiengänge. Zur Wahl stehen:

  • staatliche Universitäten (università statali) – hier studieren die meisten,
  • staatlich anerkannte nichtstaatliche Universitäten (università non statali legalmente riconosciute) – ihre Abschlüsse haben denselben rechtlichen Wert,
  • AFAM-Kunst- und Musikhochschulen (Alta Formazione Artistica, Musicale e Coreutica) – Kunstakademien, Konservatorien, Tanzschulen,
  • Hochschulen für Übersetzen und Dolmetschen (Scuole Superiori per Mediatori Linguistici) und höhere technische Institute (ITS Academy) mit beruflichem Schwerpunkt.

Hochschulen in Italien – Profile
Universitäten in Italien
Polytechnische Hochschulen in Italien

Kroatien

Junge Leute auf der Spanischen Treppe in der Altstadt von Dubrovnik

In Kroatien studierst du an Universitäten (sveučilišta), Fachhochschulen (veleučilišta) und Colleges (visoke škole) – öffentlichen wie privaten. Die meisten Universitäten und fast alle Fachhochschulen sind öffentlich.

Laut dem Portal Study in Croatia bieten die kroatischen Hochschulen zusammen mehr als 1.850 Studiengänge an, laut der Europäischen Kommission laufen rund 100 davon auf Englisch.

Universitäten setzen vor allem auf die wissenschaftliche Ausbildung, Fachhochschulen und Colleges bieten berufsorientierte Studiengänge (stručni studiji) mit viel Praxis.

Hochschulen in Kroatien – Profile

Lettland

Junge Menschen in lettischen Trachten beim Lettischen Sänger- und Tanzfest

Laut Study in Europe hat Lettland 29 Hochschulen und 24 Colleges. Du kannst wählen zwischen:

  • Universitäten (universitāte) – darunter die Universität Lettland (Latvijas Universitāte) und die Technische Universität Riga (Rīgas Tehniskā universitāte, RTU),
  • Hochschulen für angewandte Wissenschaften – mit Fokus auf die Vorbereitung auf einen Beruf,
  • spezialisierten Hochschulen – konzentriert auf ein Fachgebiet,
  • Colleges (koledža) – kürzere berufsbezogene Programme.

Mehr als 200 Studiengänge laufen auf Englisch – du findest also auch ohne Lettisch etwas.

Hochschulen in Lettland – Profile

Liechtenstein

Schloss Vaduz auf einem grünen Hang vor den Bergen in Liechtenstein

Liechtenstein ist eines der kleinsten Länder Europas – entsprechend klein ist auch die Auswahl an Hochschulen. Laut dem nationalen Qualifikationsrahmen besteht die Hochschullandschaft aus zwei Universitäten und einem Forschungsinstitut:

  • Universität Liechtenstein in Vaduz – die einzige Hochschule, die im Länderprofil der Europäischen Kommission beschrieben wird; sie bietet Studiengänge in Architektur, Betriebswirtschaft, Entrepreneurship, Finance und Wirtschaftsinformatik (Information Systems),
  • Private Universität im Fürstentum Liechtenstein,
  • Liechtenstein-Institut – ein Forschungsinstitut.

Die Aufsicht über die Hochschulen hat die Regierung des Fürstentums Liechtenstein. Im Folgenden geht es vor allem um die Universität Liechtenstein, weil sie im offiziellen Länderprofil auf dem Portal Study in Europe beschrieben wird.

Hochschulen in Liechtenstein – Profile

Litauen

Vier junge Freunde auf dem Kathedralenplatz in Vilnius

Laut dem litauischen Statistikamt gab es zu Beginn des Studienjahres 2022/23 im Land 36 Hochschulen:

  • 17 Universitäten (universitetas) – darunter die Universität Vilnius (Vilniaus universitetas, VU), die Technische Universität Kaunas (KTU), die Technische Universität Vilnius Gediminas (VILNIUS TECH), die Vytautas-Magnus-Universität in Kaunas (VMU) und die Litauische Universität für Gesundheitswissenschaften (LSMU),
  • 19 Kollegien (kolegija) – Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit praxisnahen, berufsorientierten Studiengängen.

13 davon sind nichtstaatlich (6 Universitäten und 7 Kollegien). Auf Englisch kannst du in mehr als 500 Studiengängen studieren.

Hochschulen in Litauen – Profile

Luxemburg

Menschen gehen am großherzoglichen Palast in der Stadt Luxemburg vorbei

Die wichtigste Hochschule ist die Universität Luxemburg (Université du Luxembourg, Uni.lu), gegründet 2003. Dort studieren rund 7.200 Studierende aus 148 Ländern, 60 % davon kommen aus dem Ausland. Die Universität hat drei Fakultäten:

  • Naturwissenschaften, Technologie und Medizin (FSTM),
  • Geisteswissenschaften, Erziehungs- und Sozialwissenschaften (FHSE),
  • Rechts-, Wirtschafts- und Finanzwissenschaften (FDEF).

Die Lehrveranstaltungen finden auf drei Campus statt: Belval, Kirchberg und Limpertsberg.

Neben der Universität gibt es akkreditierte private Hochschulen – darunter die Lunex University (Sport und Physiotherapie) und die Luxembourg School of Business (MBA und Management) – sowie das Europazentrum der amerikanischen Miami University. Außerdem bieten öffentliche Sekundarschulen Ausbildungen zum höheren Techniker an (BTS).

Hochschulen in Luxemburg – Profile

Malta

Junge Frau genießt in den Upper Barrakka Gardens in Valletta den Blick auf die Three Cities

Malta ist ein kleines Land, entsprechend überschaubar ist die Auswahl an Hochschulen. Die wichtigsten öffentlichen sind:

  • University of Malta (UM) – die einzige öffentliche Universität; rund 12.000 Studierende, darunter etwa 1.900 internationale Studierende aus 127 Ländern,
  • MCAST (Malta College of Arts, Science and Technology) – die größte berufsbildende Hochschule, mit allem vom Vorbereitungskurs bis zum Doktorat,
  • ITS (Institute of Tourism Studies) – Studiengänge in Tourismus und Hotellerie,
  • Institute for Education – bildet Lehrerinnen und Lehrer aus, vor allem berufsbegleitend.

Daneben gibt es private Hochschulen, darunter Zweigcampus ausländischer Universitäten. Jede braucht eine Lizenz der Malta Further and Higher Education Authority (MFHEA). Die Liste der Hochschulen und akkreditierten Studiengänge findest du in der Datenbank der MFHEA.

Hochschulen in Malta – Profile

Niederlande

Junge Leute auf einem Boot auf einer Amsterdamer Gracht

In den Niederlanden wählst du zwischen zwei Arten von Hochschulen:

  • Forschungsuniversitäten (universiteiten) – wissenschaftliche Ausbildung mit Schwerpunkt auf Theorie und Forschung (wetenschappelijk onderwijs, WO); dazu gehören die Universitäten in Amsterdam, Leiden, Utrecht, Groningen, Maastricht und Rotterdam sowie die Technischen Universitäten in Delft, Eindhoven und Twente,
  • Hochschulen für angewandte Wissenschaften (hogescholen) – berufsorientierte Ausbildung mit vielen Praktika (hoger beroepsonderwijs, HBO); dort studieren rund 446.000 Menschen, und das Portal Study in NL nennt 43 davon mit internationalen Studiengängen.

Die meisten internationalen Studierenden gibt es an der Universität Amsterdam, an der Universität Maastricht – dort kommt mehr als die Hälfte der Studierenden aus dem Ausland – und an der Universität Groningen.

Studiengänge und Hochschulen findest du in der Suchmaschine Studyfinder von Nuffic.

Hochschulen in den Niederlanden – Profile

Nordmazedonien

Menschen in Straßencafés in einer schmalen Marktgasse in der Altstadt von Skopje

Das System ist klein: Laut Eurydice gibt es 7 staatliche Universitäten und 14 private, dazu eine öffentlich-private Einrichtung. Den Kern bilden die staatlichen Universitäten, darunter:

Die Universitäten bieten alle drei Stufen an: Bachelor, Master und Promotion. Allein die UKIM hat 207 Studiengänge im ersten Zyklus, 338 Master- und 79 Promotionsstudiengänge.

Norwegen

Menschen spazieren und entspannen auf dem Dach der Oper in Oslo

Die norwegischen Hochschulen lassen sich in vier Hauptgruppen einteilen:

  • Universitäten (universiteter) – das Portal Study in Norway nennt 11, darunter die Universität Oslo, die Universität Bergen, die NTNU in Trondheim, die UiT – Arktische Universität Norwegens und die OsloMet,
  • spezialisierte Universitäten (vitenskapelige høyskoler) – 9 auf der Liste, z. B. die NHH (Wirtschaft), die BI Norwegian Business School, die Norwegische Musikhochschule und die Hochschule für Architektur und Design in Oslo,
  • Hochschulen (høyskoler), also Fachhochschulen,
  • Colleges mit akkreditierten Studiengängen – kleinere Einrichtungen, oft für norwegischsprachige Studierende.

Die meisten Hochschulen sind öffentlich. Es gibt auch private – einige davon verlangen von allen Studierenden Studiengebühren.

Hochschulen in Norwegen – Profile

Österreich

Studierende entspannen im Arkadenhof der Universität Wien

In Österreich gibt es vier Arten von Hochschulen. Laut OeAD, der Agentur hinter dem offiziellen Portal Study in Austria, sind das derzeit:

  • 23 öffentliche Universitäten – von den großen Universitäten in Wien, Graz, Innsbruck, Salzburg, Linz und Klagenfurt bis zu spezialisierten Medizin-, Technik- und Kunstuniversitäten,
  • 21 Fachhochschulen (FH) – praxisnahe Studiengänge mit Pflichtpraktikum; rund 640 Studiengänge, davon etwa 80 komplett auf Englisch,
  • 19 Privatuniversitäten – kleiner, oft spezialisiert oder international ausgerichtet,
  • 14 Pädagogische Hochschulen – hier werden künftige Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet.

Du wirst nicht die oder der einzige aus dem Ausland sein: Internationale Studierende machen rund 30 % aller Studierenden in Österreich aus.

Hochschulen in Österreich – Profile
Öffentliche Universitäten in Österreich
Privatuniversitäten in Österreich
Fachhochschulen (FH) in Österreich
Pädagogische Hochschulen in Österreich

Polen

Eine Gruppe junger Menschen mit Stadtführer auf dem Hauptmarkt in Krakau

Polen hat eines der größten Hochschulsysteme der EU. Laut RAD-on, der offiziellen Datenbank des Ministeriums für Wissenschaft und Hochschulbildung, gibt es derzeit 344 Hochschulen:

  • 136 öffentliche Hochschulen – 104 wissenschaftliche (darunter Universitäten und Technische Universitäten) und 32 berufsbezogene,
  • 191 nichtöffentliche (private) Hochschulen,
  • 17 kirchliche Hochschulen.

Die meisten öffentlichen Hochschulen unterstehen dem Wissenschaftsminister (95). Die übrigen gehören zu anderen Ministerien: Kultur – Kunstakademien (19), Gesundheit – Medizinische Universitäten (10), Verteidigung (6), Inneres (3), Infrastruktur – Seefahrtsuniversitäten (2) und Justiz (1).

Jede Hochschule und jeden Studiengang kannst du in RAD-on prüfen – der offiziellen Datenbank, die zeigt, ob eine Hochschule tätig ist und was sie unterrichten darf. Studiengänge für internationale Studierende findest du am einfachsten im Study Finder der NAWA, der polnischen Agentur für akademischen Austausch.

Hochschulen in Polen – Profile

Portugal

Junge Frau fotografiert ihre Freundin vor einer Brücke in Porto

Die Hochschulbildung in Portugal ist in zwei Sektoren geteilt:

  • universitärer Sektor – Universitäten (universidades), Universitätsinstitute (institutos universitários) und andere universitäre Hochschulen; Schwerpunkt Forschung,
  • polytechnischer Sektor – polytechnische Institute (institutos politécnicos) und andere polytechnische Hochschulen; Schwerpunkt angewandte Forschung und Berufspraxis.

In beiden Sektoren gibt es öffentliche und private Hochschulen. Eine private Hochschule braucht die Genehmigung des Ministeriums, und jeder Studiengang wird von der Agentur A3ES (Agência de Avaliação e Acreditação do Ensino Superior) begutachtet und akkreditiert.

Die Zulassung an öffentlichen Hochschulen organisiert die Generaldirektion für Hochschulbildung des Ministeriums – DGES.

Hochschulen in Portugal – Profile
Portugiesische Universitäten
Universitätsinstitute in Portugal
Polytechnische Institute in Portugal

Rumänien

Junge Leute entspannen am Brunnen auf dem Rathausplatz in Brașov, dahinter die Schwarze Kirche

Rumänien hat 52 öffentliche und 32 private Universitäten (Daten von Study in Romania, 2026). Neben den Universitäten gibt es auch Akademien und technische Hochschulen. Die Qualität prüft die Agentur ARACIS. 2024/25 studierten hier rund 490.000 Menschen.

Viele internationale Bewerberinnen und Bewerber entscheiden sich für eine Universität für Medizin und Pharmazie (Universitatea de Medicină și Farmacie, UMF) – zum Beispiel in Cluj-Napoca, Iași, Bukarest oder Târgu Mureș. Dort kannst du Medizin und Zahnmedizin auf Englisch studieren, teilweise auch auf Französisch.

Hochschulen in Rumänien – Profile

Schweden

Touristen und Passanten auf dem Stortorget in Stockholm zwischen bunten Bürgerhäusern

Im schwedischen System gibt es zwei Haupttypen von Hochschulen. Laut dem europäischen Netzwerk Eurydice (Daten von 2024) sind das:

  • 18 Universitäten (universitet) – sie dürfen Abschlüsse auf allen Stufen verleihen, auch den Doktortitel,
  • 12 Hochschulen (högskolor) – vor allem Bachelor- und Masterstudiengänge, manche haben inzwischen aber in ausgewählten Fächern auch das Promotionsrecht,
  • 5 Kunsthochschulen (konstnärliga högskolor) – bildende Kunst, Design, darstellende Kunst,
  • 14 unabhängige Bildungsanbieter (enskilda utbildningsanordnare) – finanziert durch staatliche Zuschüsse oder getragen von Stiftungen.

Die meisten Hochschulen sind öffentlich. Das Portal Study in Sweden nennt 39 Universitäten, die zusammen mehr als 1.000 Bachelor- und Masterstudiengänge auf Englisch anbieten.

Hochschulen in Schweden – Profile

Schweiz

Freunde an einem Tisch eines Straßencafés auf der Münsterplattform in der Berner Altstadt

Die Schweiz ist ein kleines Land mit sehr starken Hochschulen. Laut dem Schweizer Bildungsserver educa.ch hast du die Wahl zwischen:

  • 10 kantonalen Universitäten – darunter in Zürich, Genf, Lausanne, Bern und Basel,
  • 2 Eidgenössischen Technischen Hochschulen – der ETH Zürich und der EPFL in Lausanne,
  • Fachhochschulen (hautes écoles spécialisées) – derzeit 8 öffentliche und 1 private, mit praxisorientierten Studiengängen,
  • Pädagogischen Hochschulen (hautes écoles pédagogiques) – hier werden Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet; formal gehören sie zu den Fachhochschulen.

Zusammen bieten sie mehr als 4.000 Studiengänge an. Du findest sie alle in der Suchmaschine studyprogrammes.ch.

Hochschulen in der Schweiz – Profile

Serbien

Menschen spazieren auf der Save-Promenade in Belgrad, dahinter die Altstadt und ein Kirchturm

In Serbien bieten vor allem Universitäten wissenschaftliche Studiengänge an, praxisorientierte (berufliche) Studiengänge dagegen Akademien und Hochschulen für angewandte Studien. Jede Hochschule muss von der nationalen Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung akkreditiert sein.

Laut der Datenbank von Study in Serbia studieren mehr als 245.000 Menschen:

  • 174.836 an öffentlichen Universitäten,
  • 30.444 an privaten Universitäten,
  • 32.533 an öffentlichen Akademien und Hochschulen für angewandte Studien,
  • 6.139 an privaten Hochschulen.

Die älteste und größte ist die Universität Belgrad (Univerzitet u Beogradu) – 31 Fakultäten und rund 90.000 Studierende. Große öffentliche Universitäten gibt es auch in Novi Sad, Niš und Kragujevac.

Hochschulen in Serbien – Profile

Slowakei

Junge Frau geht durch das Freilichtmuseum in Stará Ľubovňa zu einer Holzkirche

Laut SAIA, der Agentur hinter dem offiziellen Portal Study in Slovakia, gibt es in der Slowakei drei Gruppen von Hochschulen:

  • 20 öffentliche Hochschulen (verejné vysoké školy) – 9 klassische Universitäten, 5 technische Universitäten, 3 Kunst- und Musikhochschulen, eine Wirtschaftsuniversität, eine Universität für Veterinärmedizin und Pharmazie und eine Landwirtschaftsuniversität,
  • 3 staatliche Hochschulen (štátne vysoké školy) – für Militär, Polizei und Medizin,
  • 11 private Hochschulen (súkromné vysoké školy) – mit staatlicher Genehmigung.

Alle Studiengänge (mehr als 5.000) findest du auf dem Portal des Bildungsministeriums portalvs.sk.

Hochschulen in der Slowakei – Profile

Slowenien

Menschen in einem Straßencafé an den Drei Brücken an der Ljubljanica in Ljubljana

In Slowenien kannst du an öffentlichen und privaten Universitäten oder an kleineren eigenständigen Hochschulen studieren. Study in Slovenia nennt diese Universitäten:

  • Universität Ljubljana (Univerza v Ljubljani) – die größte des Landes,
  • Universität Maribor,
  • Universität Primorska (Univerza na Primorskem) in Koper,
  • Universität Nova Gorica,
  • Nova univerza und die Universität Novo mesto.

Die Universitäten bestehen aus Fakultäten und Kunstakademien. Daneben gibt es viele eigenständige Hochschulen, oft privat und praxisorientiert (visoke strokovne šole). Die vollständige Liste findest du in der Suchmaschine auf studyinslovenia.si.

Hochschulen in Slowenien – Profile

Spanien

Studierende entspannen auf einer Bank auf einem Platz in Sevilla

Spanien hat eine große und vielfältige Hochschullandschaft. Laut SEPIE, der staatlichen Agentur, die spanische Hochschulen im Ausland bekannt macht, gibt es 91 Universitäten: 50 öffentliche und 41 private. Zusammen haben sie 1.111 Fakultäten und Schulen, 594 Forschungsinstitute und 61 Doktorandenschulen.

Neben den Universitäten gibt es spezialisierte Business-, Ingenieur- und Kunsthochschulen. Die öffentlichen Universitäten unterstehen den autonomen Gemeinschaften (comunidades autónomas) – also den spanischen Regionen –, und die Regionen legen unter anderem die Studiengebühren fest.

Die offizielle Liste der Universitäten und Abschlüsse findest du im RUCT-Register des Ministeriums und in der Suchmaschine QEDU („Qué estudiar y dónde en la universidad“ – was und wo man studieren kann).

Hochschulen in Spanien – Profile

Tschechien

Junge Leute mit Rucksäcken auf der Karlsbrücke in Prag, dahinter der Altstädter Brückenturm

Laut dem offiziellen Portal Study in Czechia gibt es in Tschechien mehr als 50 Hochschulen in drei Gruppen:

  • öffentliche Hochschulen (veřejné vysoké školy) – die größte Gruppe, darunter die Karls-Universität in Prag, die Masaryk-Universität in Brno (Brünn) und die Tschechische Technische Universität in Prag (ČVUT),
  • staatliche Hochschulen (státní vysoké školy) – die Militär- und die Polizeiakademie,
  • private Hochschulen (soukromé vysoké školy) – meist kostenpflichtig.

Die Suchmaschine Study in Czechia listet mehr als 5.000 Studiengänge, davon über 1.000 auf Englisch. Du kannst nach Sprache, Stadt, Studienstufe und Studiengebühr filtern.

Hochschulen in Tschechien – Profile

Türkei

Menschenmenge am Abend auf der İstiklal-Straße in Istanbul mit einer roten historischen Straßenbahn

Laut dem Hochschulrat (YÖK) hat die Türkei 208 Universitäten mit mehr als 6 Millionen Studierenden.

Du hast die Wahl zwischen:

  • staatlichen Universitäten (devlet üniversitesi) – mit niedrigeren Studiengebühren,
  • Stiftungsuniversitäten (vakıf üniversitesi) – nichtstaatlich, meist mit hohen Studiengebühren,
  • Berufshochschulen (meslek yüksekokulu) – mit zweijährigen berufsorientierten Studiengängen,
  • Konservatorien – Hochschulen für Musik und Kunst.

Universitäten und Studiengänge findest du in der Suchmaschine des staatlichen Portals Study in Türkiye, Details zu den Studiengängen im YÖK Atlas.

Ungarn

Junger Mann mit Rucksack vor dem ungarischen Parlamentsgebäude in Budapest

Ungarn hat 65 Hochschulen – so das offizielle Portal Study in Hungary, das die Tempus Public Foundation betreibt. Zusammen bieten sie mehr als 1.000 Studiengänge in mehreren Sprachen an. Es gibt drei Arten:

  • Universitäten (egyetem),
  • Hochschulen für angewandte Wissenschaften (alkalmazott tudományok egyeteme),
  • Colleges (főiskola).

Das ungarische System ist ungewöhnlich: Laut Eurydice betreibt der Staat heute nur noch 5 Universitäten und 1 College. Die meisten Hochschulen – darunter 16 Universitäten und 5 Hochschulen für angewandte Wissenschaften – werden von Stiftungen getragen, andere von Kirchen.

Studiengänge findest du im Study Finder auf studyinhungary.hu.

Hochschulen in Ungarn – Profile

Vereinigtes Königreich

Drei junge Frauen an der Themse in London, hinter ihnen der Westminster-Palast

Seit dem Brexit gehört das Vereinigte Königreich weder zur EU noch zum Europäischen Wirtschaftsraum und hat kein Profil auf dem Portal Study in Europe. Für Studierende heißt das vor allem eins: Wenn du nicht die irische Staatsangehörigkeit oder den Settled bzw. Pre-settled Status aus dem EU Settlement Scheme hast, bist du internationale Studentin oder internationaler Student – und das gilt heute auch für EU-Bürger.

Studiengänge bieten Universitäten und Colleges an. Das Land besteht aus England, Schottland, Wales und Nordirland, und jeder Landesteil hat zum Teil eigene Regeln für die Studienfinanzierung – deshalb sind die Gebühren für einheimische Studierende je nach Region unterschiedlich.

Am bekanntesten sind die Forschungsuniversitäten der Russell Group – sie hat 24 Mitglieder, darunter Oxford und Cambridge. Für Bachelorstudiengänge bewirbst du dich an fast allen Universitäten über ein einziges System – UCAS (siehe: Zulassung).

Hochschulen im Vereinigten Königreich – Profile
Britische Universitäten
Colleges im Vereinigten Königreich

Zypern

Menschen gehen durch eine enge Altstadtgasse in Nikosia auf eine Kathedrale mit Kuppel zu

Laut der zyprischen Hochschulbehörde (Department of Higher Education) gibt es im Land:

  • 3 öffentliche Universitäten – die University of Cyprus (UCY) in Nikosia, die Cyprus University of Technology (CUT) und die Open University of Cyprus mit Fernstudium,
  • 9 private Universitäten – Frederick University, European University Cyprus, University of Nicosia, Neapolis University Pafos, UCLan Cyprus, Philips University, American University of Cyprus, University of Limassol und American University of Beirut – Mediterraneo,
  • öffentliche und private Hochschuleinrichtungen, die keine Universitäten sind.

Die größte öffentliche Universität, die UCY, nimmt jedes Jahr rund 1.500 neue Studierende auf und hat rund 5.300 Bachelorstudierende.

Quellen: Europäische Kommission – Study in Europe (education.ec.europa.eu/study-in-europe), Eurostat, offizielle nationale Studien- und Aufenthaltsportale und Behörden, Eurodesk, enic-naric.net, studiumineuropa.eu. Stand: September 2026.

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