

In Belgien ist nicht der Staat für die Hochschulen zuständig, sondern die Sprachgemeinschaften – jede hat eigene Hochschulen, Regeln und Gebühren. Für dich zählen die beiden größten.
Die Flämische Gemeinschaft (Flandern und die niederländischsprachigen Hochschulen in Brüssel) – 18 öffentlich finanzierte Hochschulen:
Die Föderation Wallonie-Brüssel (die Französische Gemeinschaft) – 40 öffentliche Hochschulen:
Internationale Studierende gibt es viele: rund 20 % an der UCLouvain, 24 % an der ULiège, und an der ULB kommt jede bzw. jeder dritte Studierende und Forschende aus dem Ausland.

In Bulgarien gibt es drei Arten von Hochschulen:
Jede Hochschule muss von der Nationalen Agentur für Evaluierung und Akkreditierung (NEAA) akkreditiert sein. Die Liste findest du im Hochschulregister des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft. 2023/24 waren 15.100 internationale Studierende in Bachelor- und Masterstudiengängen eingeschrieben. Viele Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland entscheiden sich für Medizin und Zahnmedizin auf Englisch – zum Beispiel an den Medizinischen Universitäten in Sofia und Warna.

In Dänemark kannst du zwischen fünf Arten von Hochschulen wählen:
Auf Englisch gibt es viel Auswahl: Laut dem Portal der Europäischen Kommission laufen mehr als 500 Studiengänge komplett auf Englisch.

Deutschland bietet eine riesige Auswahl. Laut Hochschulrektorenkonferenz (HRK) boten im Wintersemester 2025/26 422 Hochschulen insgesamt 22.426 Studiengänge an. Die wichtigsten Hochschularten sind:
Alle Studiengänge und alle Hochschulen findest du in der Suchmaschine Hochschulkompass der HRK.

Estland ist klein, hat aber eine gute Auswahl an Hochschulen. Das Portal Study in Estonia (betrieben von der Bildungs- und Jugendbehörde Harno) zählt 18 davon:
Die meisten bieten Studiengänge auf Englisch an – insgesamt mehr als 150 Bachelor- und Masterprogramme. Nur wenige, etwa die Militär- und Sicherheitsakademien und die theologischen Seminare, unterrichten ausschließlich auf Estnisch.

In Finnland gibt es zwei Arten von Hochschulen. Laut dem offiziellen Portal Study in Finland sind das:
Mehr als 30.000 internationale Studierende sind hier eingeschrieben, und die finnischen Hochschulen bieten über 600 Bachelor- und Masterstudiengänge auf Englisch an.

Die Auswahl in Frankreich ist riesig – Campus France, die staatliche Agentur, die für das Studium in Frankreich wirbt, zählt mehr als 3.500 öffentliche und private Hochschulen. Die wichtigsten Arten:
Insgesamt studieren in Frankreich 2,9 Millionen Menschen, 14 % davon kommen aus dem Ausland.

In Griechenland studierst du vor allem an öffentlichen Universitäten. Das offizielle Portal Study in Greece nennt 24 Universitäten – alle öffentlich und staatlich akkreditiert. Dazu gehören allgemeine Universitäten und vier Technische Universitäten. Studieren kannst du dort unter anderem Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften, Medizin, Ingenieurwissenschaften und Wirtschaft.
Immer mehr Universitäten bieten auch gemeinsame Abschlüsse und Doppelabschlüsse mit ausländischen Partnern sowie internationale Programme an.
Daneben gibt es private Colleges – nach griechischem Recht sind sie keine Universitäten. Diese Colleges bieten Studiengänge in Kooperation mit ausländischen Universitäten an, und den Abschluss verleiht meist die Partneruniversität. Prüf vor der Einschreibung, ob so ein Abschluss in deinem Heimatland oder dort, wo du arbeiten möchtest, anerkannt wird.

Zum irischen Hochschulsystem gehören Universitäten, Technologische Universitäten, Institutes of Technology und private Colleges. Die Higher Education Authority (HEA), die die öffentlichen Hochschulen finanziert, nennt:
Außerdem gibt es private unabhängige Colleges – ihre Studiengänge sind nicht immer von der Gebührenfreiheit abgedeckt, also prüf das, bevor du dich entscheidest.

Island ist klein – und die Auswahl an Hochschulen auch. Das offizielle Portal Study in Iceland, das das isländische Forschungszentrum Rannís betreibt, nennt 7 Universitäten:
Einige davon sind öffentlich und verlangen keine Studiengebühren; die privaten verlangen höhere Gebühren.

Italien hat eines der größten Hochschulsysteme Europas. Das Regierungsportal Universitaly nennt 283 Universitäten und Einrichtungen und rund 9.000 Studiengänge. Zur Wahl stehen:
Hochschulen in Italien – Profile
Universitäten in Italien
Polytechnische Hochschulen in Italien

In Kroatien studierst du an Universitäten (sveučilišta), Fachhochschulen (veleučilišta) und Colleges (visoke škole) – öffentlichen wie privaten. Die meisten Universitäten und fast alle Fachhochschulen sind öffentlich.
Laut dem Portal Study in Croatia bieten die kroatischen Hochschulen zusammen mehr als 1.850 Studiengänge an, laut der Europäischen Kommission laufen rund 100 davon auf Englisch.
Universitäten setzen vor allem auf die wissenschaftliche Ausbildung, Fachhochschulen und Colleges bieten berufsorientierte Studiengänge (stručni studiji) mit viel Praxis.

Laut Study in Europe hat Lettland 29 Hochschulen und 24 Colleges. Du kannst wählen zwischen:
Mehr als 200 Studiengänge laufen auf Englisch – du findest also auch ohne Lettisch etwas.

Liechtenstein ist eines der kleinsten Länder Europas – entsprechend klein ist auch die Auswahl an Hochschulen. Laut dem nationalen Qualifikationsrahmen besteht die Hochschullandschaft aus zwei Universitäten und einem Forschungsinstitut:
Die Aufsicht über die Hochschulen hat die Regierung des Fürstentums Liechtenstein. Im Folgenden geht es vor allem um die Universität Liechtenstein, weil sie im offiziellen Länderprofil auf dem Portal Study in Europe beschrieben wird.

Laut dem litauischen Statistikamt gab es zu Beginn des Studienjahres 2022/23 im Land 36 Hochschulen:
13 davon sind nichtstaatlich (6 Universitäten und 7 Kollegien). Auf Englisch kannst du in mehr als 500 Studiengängen studieren.

Die wichtigste Hochschule ist die Universität Luxemburg (Université du Luxembourg, Uni.lu), gegründet 2003. Dort studieren rund 7.200 Studierende aus 148 Ländern, 60 % davon kommen aus dem Ausland. Die Universität hat drei Fakultäten:
Die Lehrveranstaltungen finden auf drei Campus statt: Belval, Kirchberg und Limpertsberg.
Neben der Universität gibt es akkreditierte private Hochschulen – darunter die Lunex University (Sport und Physiotherapie) und die Luxembourg School of Business (MBA und Management) – sowie das Europazentrum der amerikanischen Miami University. Außerdem bieten öffentliche Sekundarschulen Ausbildungen zum höheren Techniker an (BTS).

Malta ist ein kleines Land, entsprechend überschaubar ist die Auswahl an Hochschulen. Die wichtigsten öffentlichen sind:
Daneben gibt es private Hochschulen, darunter Zweigcampus ausländischer Universitäten. Jede braucht eine Lizenz der Malta Further and Higher Education Authority (MFHEA). Die Liste der Hochschulen und akkreditierten Studiengänge findest du in der Datenbank der MFHEA.

In den Niederlanden wählst du zwischen zwei Arten von Hochschulen:
Die meisten internationalen Studierenden gibt es an der Universität Amsterdam, an der Universität Maastricht – dort kommt mehr als die Hälfte der Studierenden aus dem Ausland – und an der Universität Groningen.
Studiengänge und Hochschulen findest du in der Suchmaschine Studyfinder von Nuffic.

Das System ist klein: Laut Eurydice gibt es 7 staatliche Universitäten und 14 private, dazu eine öffentlich-private Einrichtung. Den Kern bilden die staatlichen Universitäten, darunter:
Die Universitäten bieten alle drei Stufen an: Bachelor, Master und Promotion. Allein die UKIM hat 207 Studiengänge im ersten Zyklus, 338 Master- und 79 Promotionsstudiengänge.

Die norwegischen Hochschulen lassen sich in vier Hauptgruppen einteilen:
Die meisten Hochschulen sind öffentlich. Es gibt auch private – einige davon verlangen von allen Studierenden Studiengebühren.

In Österreich gibt es vier Arten von Hochschulen. Laut OeAD, der Agentur hinter dem offiziellen Portal Study in Austria, sind das derzeit:
Du wirst nicht die oder der einzige aus dem Ausland sein: Internationale Studierende machen rund 30 % aller Studierenden in Österreich aus.
Hochschulen in Österreich – Profile
Öffentliche Universitäten in Österreich
Privatuniversitäten in Österreich
Fachhochschulen (FH) in Österreich
Pädagogische Hochschulen in Österreich

Polen hat eines der größten Hochschulsysteme der EU. Laut RAD-on, der offiziellen Datenbank des Ministeriums für Wissenschaft und Hochschulbildung, gibt es derzeit 344 Hochschulen:
Die meisten öffentlichen Hochschulen unterstehen dem Wissenschaftsminister (95). Die übrigen gehören zu anderen Ministerien: Kultur – Kunstakademien (19), Gesundheit – Medizinische Universitäten (10), Verteidigung (6), Inneres (3), Infrastruktur – Seefahrtsuniversitäten (2) und Justiz (1).
Jede Hochschule und jeden Studiengang kannst du in RAD-on prüfen – der offiziellen Datenbank, die zeigt, ob eine Hochschule tätig ist und was sie unterrichten darf. Studiengänge für internationale Studierende findest du am einfachsten im Study Finder der NAWA, der polnischen Agentur für akademischen Austausch.

Die Hochschulbildung in Portugal ist in zwei Sektoren geteilt:
In beiden Sektoren gibt es öffentliche und private Hochschulen. Eine private Hochschule braucht die Genehmigung des Ministeriums, und jeder Studiengang wird von der Agentur A3ES (Agência de Avaliação e Acreditação do Ensino Superior) begutachtet und akkreditiert.
Die Zulassung an öffentlichen Hochschulen organisiert die Generaldirektion für Hochschulbildung des Ministeriums – DGES.
Hochschulen in Portugal – Profile
Portugiesische Universitäten
Universitätsinstitute in Portugal
Polytechnische Institute in Portugal

Rumänien hat 52 öffentliche und 32 private Universitäten (Daten von Study in Romania, 2026). Neben den Universitäten gibt es auch Akademien und technische Hochschulen. Die Qualität prüft die Agentur ARACIS. 2024/25 studierten hier rund 490.000 Menschen.
Viele internationale Bewerberinnen und Bewerber entscheiden sich für eine Universität für Medizin und Pharmazie (Universitatea de Medicină și Farmacie, UMF) – zum Beispiel in Cluj-Napoca, Iași, Bukarest oder Târgu Mureș. Dort kannst du Medizin und Zahnmedizin auf Englisch studieren, teilweise auch auf Französisch.

Im schwedischen System gibt es zwei Haupttypen von Hochschulen. Laut dem europäischen Netzwerk Eurydice (Daten von 2024) sind das:
Die meisten Hochschulen sind öffentlich. Das Portal Study in Sweden nennt 39 Universitäten, die zusammen mehr als 1.000 Bachelor- und Masterstudiengänge auf Englisch anbieten.

Die Schweiz ist ein kleines Land mit sehr starken Hochschulen. Laut dem Schweizer Bildungsserver educa.ch hast du die Wahl zwischen:
Zusammen bieten sie mehr als 4.000 Studiengänge an. Du findest sie alle in der Suchmaschine studyprogrammes.ch.

In Serbien bieten vor allem Universitäten wissenschaftliche Studiengänge an, praxisorientierte (berufliche) Studiengänge dagegen Akademien und Hochschulen für angewandte Studien. Jede Hochschule muss von der nationalen Agentur für Akkreditierung und Qualitätssicherung akkreditiert sein.
Laut der Datenbank von Study in Serbia studieren mehr als 245.000 Menschen:
Die älteste und größte ist die Universität Belgrad (Univerzitet u Beogradu) – 31 Fakultäten und rund 90.000 Studierende. Große öffentliche Universitäten gibt es auch in Novi Sad, Niš und Kragujevac.

Laut SAIA, der Agentur hinter dem offiziellen Portal Study in Slovakia, gibt es in der Slowakei drei Gruppen von Hochschulen:
Alle Studiengänge (mehr als 5.000) findest du auf dem Portal des Bildungsministeriums portalvs.sk.

In Slowenien kannst du an öffentlichen und privaten Universitäten oder an kleineren eigenständigen Hochschulen studieren. Study in Slovenia nennt diese Universitäten:
Die Universitäten bestehen aus Fakultäten und Kunstakademien. Daneben gibt es viele eigenständige Hochschulen, oft privat und praxisorientiert (visoke strokovne šole). Die vollständige Liste findest du in der Suchmaschine auf studyinslovenia.si.

Spanien hat eine große und vielfältige Hochschullandschaft. Laut SEPIE, der staatlichen Agentur, die spanische Hochschulen im Ausland bekannt macht, gibt es 91 Universitäten: 50 öffentliche und 41 private. Zusammen haben sie 1.111 Fakultäten und Schulen, 594 Forschungsinstitute und 61 Doktorandenschulen.
Neben den Universitäten gibt es spezialisierte Business-, Ingenieur- und Kunsthochschulen. Die öffentlichen Universitäten unterstehen den autonomen Gemeinschaften (comunidades autónomas) – also den spanischen Regionen –, und die Regionen legen unter anderem die Studiengebühren fest.
Die offizielle Liste der Universitäten und Abschlüsse findest du im RUCT-Register des Ministeriums und in der Suchmaschine QEDU („Qué estudiar y dónde en la universidad“ – was und wo man studieren kann).

Laut dem offiziellen Portal Study in Czechia gibt es in Tschechien mehr als 50 Hochschulen in drei Gruppen:
Die Suchmaschine Study in Czechia listet mehr als 5.000 Studiengänge, davon über 1.000 auf Englisch. Du kannst nach Sprache, Stadt, Studienstufe und Studiengebühr filtern.

Laut dem Hochschulrat (YÖK) hat die Türkei 208 Universitäten mit mehr als 6 Millionen Studierenden.
Du hast die Wahl zwischen:
Universitäten und Studiengänge findest du in der Suchmaschine des staatlichen Portals Study in Türkiye, Details zu den Studiengängen im YÖK Atlas.

Ungarn hat 65 Hochschulen – so das offizielle Portal Study in Hungary, das die Tempus Public Foundation betreibt. Zusammen bieten sie mehr als 1.000 Studiengänge in mehreren Sprachen an. Es gibt drei Arten:
Das ungarische System ist ungewöhnlich: Laut Eurydice betreibt der Staat heute nur noch 5 Universitäten und 1 College. Die meisten Hochschulen – darunter 16 Universitäten und 5 Hochschulen für angewandte Wissenschaften – werden von Stiftungen getragen, andere von Kirchen.
Studiengänge findest du im Study Finder auf studyinhungary.hu.

Seit dem Brexit gehört das Vereinigte Königreich weder zur EU noch zum Europäischen Wirtschaftsraum und hat kein Profil auf dem Portal Study in Europe. Für Studierende heißt das vor allem eins: Wenn du nicht die irische Staatsangehörigkeit oder den Settled bzw. Pre-settled Status aus dem EU Settlement Scheme hast, bist du internationale Studentin oder internationaler Student – und das gilt heute auch für EU-Bürger.
Studiengänge bieten Universitäten und Colleges an. Das Land besteht aus England, Schottland, Wales und Nordirland, und jeder Landesteil hat zum Teil eigene Regeln für die Studienfinanzierung – deshalb sind die Gebühren für einheimische Studierende je nach Region unterschiedlich.
Am bekanntesten sind die Forschungsuniversitäten der Russell Group – sie hat 24 Mitglieder, darunter Oxford und Cambridge. Für Bachelorstudiengänge bewirbst du dich an fast allen Universitäten über ein einziges System – UCAS (siehe: Zulassung).
Hochschulen im Vereinigten Königreich – Profile
Britische Universitäten
Colleges im Vereinigten Königreich

Laut der zyprischen Hochschulbehörde (Department of Higher Education) gibt es im Land:
Die größte öffentliche Universität, die UCY, nimmt jedes Jahr rund 1.500 neue Studierende auf und hat rund 5.300 Bachelorstudierende.
Quellen: Europäische Kommission – Study in Europe (education.ec.europa.eu/study-in-europe), Eurostat, offizielle nationale Studien- und Aufenthaltsportale und Behörden, Eurodesk, enic-naric.net, studiumineuropa.eu. Stand: September 2026.