
An staatlichen Universitäten hängen die Gebühren vom Einkommen deiner Familie ab, gemessen mit dem Indikator ISEE. Laut Study in Europe zahlen Studierende an öffentlichen Universitäten meist 900–4.000 € im Jahr, an privaten 6.000–20.000 € oder mehr.
Seit 2021/22 gibt es eine No Tax Area: Liegt dein ISEE bei höchstens 22.000 €, zahlst du keine Studiengebühr (contributo onnicomprensivo). Zwischen 22.000 € und 30.000 € sinkt die Gebühr um 80–10 %. Viele Universitäten gehen weiter – 2026/27 erlässt zum Beispiel die Universität Bologna die Gebühren bis zu einem ISEE von 27.000 €, die Universität Mailand bis 30.000 € (für Studierende, die ihre Prüfungen rechtzeitig ablegen).
Alle zahlen allerdings die regionale Abgabe für das Recht auf Studium (tassa regionale) und eine Stempelgebühr von 16 €. In Bologna beträgt die erste Rate 2026/27 157,04 € (davon 140 € tassa regionale), in Mailand liegt die tassa regionale je nach ISEE bei 130–190 €.
Liegen Einkommen und Vermögen deiner Familie im Ausland, musst du sie – mit übersetzten und legalisierten Unterlagen – bis zu der Frist nachweisen, die deine Universität festlegt. Ohne diese Unterlagen zahlst du den vollen Satz. Das gilt für Studierende aus der EU und von außerhalb gleichermaßen. Manche Universitäten verlangen von Studierenden aus bestimmten Ländern außerhalb der EU, deren Familie nur im Ausland Einkommen hat, eine ermäßigte Pauschalgebühr – in Bologna 2026/27 zum Beispiel 1.000 € im Jahr für ein Bachelorstudium (plus die erste Rate von 157,04 €) für Staatsangehörige von Nicht-OECD-Ländern und 500 € für Staatsangehörige besonders armer Länder, ohne Einkommensnachweise.
Quellen: Europäische Kommission – Study in Europe (education.ec.europa.eu/study-in-europe), Eurostat, offizielle nationale Studien- und Aufenthaltsportale und Behörden, Eurodesk, enic-naric.net, studiumineuropa.eu. Stand: September 2026.