
Moore und Küstenlagunen bedecken nur einen kleinen Teil Europas, und doch speichern sie Kohlenstoff, schützen vor Hochwasser, reinigen Wasser und bieten vielen Arten Lebensraum. Seit Jahrzehnten werden sie jedoch entwässert und verschmutzt. Ein neuer Bericht des Projekts BioAgora zeigt, wie man sie bewertet, überwacht und wiederherstellt, und macht klar: Artenzählen reicht nicht, es kommt darauf an, wie ein Feuchtgebiet funktioniert — und am Ende kannst du testen, ob du die Natur wie ein Feldforscher betrachtest.

Ein verlorenes Fischernetz verschwindet nicht einfach auf dem Meeresgrund. Nach Schätzungen von Fachleuten macht zurückgelassene, verloren gegangene und entsorgte Fischereiausrüstung rund 10 % des gesamten Meeresmülls aus. Das europäische Projekt NETTAG+, koordiniert von Forschenden der Universität Porto, setzt auf mehrere Lösungen zugleich: Workshops für Fischer, akustische Markierungen für die Ausrüstung, Sonar mit künstlicher Intelligenz und Unterwasserroboter – und am Ende kannst du prüfen, wie viel Verantwortung für das Meer in deinen eigenen Gewohnheiten steckt.

Weltweit wird immer mehr Fisch gezüchtet, in der EU dagegen immer weniger. Europa will das ändern, ohne seine Klimaziele zu opfern. Ein CORDIS Synergy Info Pack stellt 26 EU-geförderte Projekte vor, die an gesünderen Fischen ohne Antibiotika, Futter aus Pilzen und Insekten, schwimmenden Algenfarmen und einer Aquakultur ohne Abfall arbeiten – und am Ende kannst du prüfen, wie viel nachhaltiges Meer auf deinem eigenen Teller landet.

Wenn der Akku eines Elektroautos schwächelt, ist er noch lange kein Müll, sondern ein Lager für Lithium, Kobalt, Nickel und Mangan. Im EU-Projekt BATRAW zerlegen Roboter, KI-Kameras und Laser die Batteriepakete, eine chemische Anlage holt über 98 % der wertvollen Metalle zurück, und ein digitaler Pass verfolgt jede Batterie durch die Wertschöpfungskette. Robotik, Chemie und IT greifen hier ineinander – und am Ende kannst du prüfen, wie viel Kreislaufingenieur in dir steckt.

In jeder Brauerei bleibt nach dem Maischen eine feuchte, körnige Masse zurück: Treber, der größte Abfallstrom des ganzen Betriebs. Ein europäisches Forschungsprojekt hat daraus kein Tierfutter gemacht, sondern Kunststoff – und aus dem Kunststoff Flaschen, Schalen und einen Flaschenständer für die Gastronomie. Entscheidend ist dabei nicht, ob das Wort „bio" auf dem Material steht, sondern woraus es wirklich besteht und was am Ende damit passiert – und genau daran lässt sich prüfen, wie weit das eigene Denken über Abfall reicht.

Die Grundstoffchemie läuft bis heute auf fossilen Brennstoffen: Wärme und Druck für die großen Reaktionen stammen meist aus Erdgas. Das ERC-finanzierte Projekt SCOPE hat einen anderen Weg getestet — Strom aus erneuerbaren Quellen, ein Gas im vierten Aggregatzustand und einen Katalysator, der die Sache zusammenhält. Der CO2-Fußabdruck fällt dabei um bis zu über 90 %. Dahinter steckt eine Denkweise, die in Laboren zählt: an Parametern drehen, Bedingungen vergleichen, Zahlen einordnen — und ob diese Art zu denken zu dir passt, klärt der Test am Ende.