Die meisten öffentlichen Hochschulen verlangen für den Bachelor keine Studiengebühren, nur einen Semesterbeitrag (z. B. 189,80 € in Heidelberg); von außerhalb der EU zahlst du in Baden-Württemberg (1.500 € pro Semester) und an der TU München. Im Wintersemester 2025/26 boten 422 Hochschulen 22.426 Studiengänge an, 2.383 davon auf Englisch. Lies, wie du dich bewirbst, was ein Wohnheimzimmer kostet (im Schnitt 318 € im Monat) und wie viel du jobben darfst.

Deutschland bietet eine riesige Auswahl. Laut Hochschulrektorenkonferenz (HRK) boten im Wintersemester 2025/26 422 Hochschulen insgesamt 22.426 Studiengänge an. Die wichtigsten Hochschularten sind:
Alle Studiengänge und alle Hochschulen findest du in der Suchmaschine Hochschulkompass der HRK.
Das Studium ist in drei Stufen aufgebaut:
Manche Studiengänge enden nicht mit einem Bachelor, sondern mit dem Staatsexamen – so studiert man unter anderem Medizin, Zahnmedizin, Pharmazie und Jura. Das dauert meist 4–6 Jahre. Einige Universitäten bieten außerdem noch die alten einstufigen Studiengänge mit Abschluss Diplom oder Magister Artium an (4–6 Jahre).
Das Studienjahr ist in ein Wintersemester und ein Sommersemester aufgeteilt.
Deutschland – Bachelorstudiengänge
Deutschland – einstufige Studiengänge
Deutschland – Masterstudiengänge
Deutschland – Promotionsstudiengänge
Ein einheitliches Zulassungssystem gibt es in Deutschland nicht. Je nach Studiengang und Hochschule bewirbst du dich auf einem von drei Wegen:
Fristen: oft der 15. Juli für das Wintersemester und der 15. Januar für das Sommersemester – aber jede Hochschule kann eigene Fristen festlegen. Bei hochschulstart endete die Frist für das Wintersemester 2026/27 am 31. Mai 2026, wenn du dein Schulabschlusszeugnis vor dem 16. Januar 2026 bekommen hast (Altabiturienten), und am 15. Juli 2026, wenn du es später bekommen hast (Neuabiturienten).
Kommst du von außerhalb der EU/des EWR, bewirb dich so früh wie möglich: Den Zulassungsbescheid brauchst du für den Antrag auf ein Visum zu Studienzwecken, und Termin und Entscheidung brauchen Zeit (siehe: Aufenthalt und Formalitäten).
Ob dein Schulabschluss dir den Zugang zu deinem Wunschstudiengang eröffnet und welche Dokumente du brauchst (Übersetzungen, beglaubigte Kopien), erfährst du beim Studierendensekretariat bzw. International Office der Hochschule oder bei uni-assist.
Für die meisten Studiengänge gibt es keine Aufnahmeprüfung. Bei Studiengängen mit begrenzter Platzzahl (Numerus clausus) zählt vor allem die Durchschnittsnote deines Schulabschlusszeugnisses, und die Hochschule kann eigene Kriterien hinzunehmen, etwa Tests oder ein Auswahlgespräch.
In Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Pharmazie werden die Plätze über hochschulstart vergeben – neben deinen Noten zählen auch Kriterien, die die Hochschulen festlegen. An Kunst- und Musikhochschulen legst du eine Eignungsprüfung ab.
Die meisten Studiengänge laufen auf Deutsch. Die Hochschulen verlangen in der Regel ein Niveau, das der Prüfung DSH-2 entspricht. Die Universität Bonn zum Beispiel erkennt als gleichwertig an:
Die DSH legst du an einer Hochschule in Deutschland ab, den TestDaF dagegen an mehr als 500 Testzentren in 100 Ländern, auch in einer digitalen Version. Läuft dein Studiengang komplett auf Englisch, musst du meist keine Deutschkenntnisse nachweisen.
Im Wintersemester 2025/26 gab es 2.383 englischsprachige Studiengänge (10,6 % aller Studiengänge), die meisten davon im Master: 1.944 gegenüber 439 im Bachelor. Dafür brauchst du meist IELTS oder TOEFL. Suchen kannst du sie in der Datenbank DAAD International Programmes.
Bürgerinnen und Bürger der EU/des EWR und der Schweiz brauchen kein Visum und keinen Aufenthaltstitel. Anmelden musst du dich aber: Sobald du ein Zimmer oder eine Wohnung gefunden hast, gehst du innerhalb von zwei Wochen zur Meldebehörde (Bürgeramt, Einwohnermeldeamt). Du bekommst eine Meldebestätigung, die zeigt, dass du in Deutschland wohnen darfst. Manchmal verlangt das Amt auch einen Nachweis über Krankenversicherung und ausreichende Mittel.
Studierende von außerhalb der EU/des EWR brauchen in der Regel ein Visum zu Studienzwecken, das du vor der Reise bei der deutschen Botschaft oder dem Konsulat in deinem Heimatland beantragst – in vielen Ländern online über das Auslandsportal des Auswärtigen Amts. Wartest du noch auf deine Zulassung, kannst du stattdessen ein Visum zur Studienbewerbung beantragen. Staatsangehörige mancher Länder, z. B. Australiens, Japans, Kanadas, Südkoreas, des Vereinigten Königreichs und der USA, dürfen ohne Visum einreisen und den Aufenthaltstitel in Deutschland beantragen. Nach der Ankunft meldest du dich wie alle anderen an und bekommst dann bei der Ausländerbehörde eine Aufenthaltserlaubnis zum Studium (§ 16b Aufenthaltsgesetz). Die wichtigsten Unterlagen sind der Zulassungsbescheid, der Nachweis deiner Sprachkenntnisse, die Krankenversicherung und der Finanzierungsnachweis – meist ein Sperrkonto mit 11.904 € für ein Jahr, also 992 € im Monat (2026). Auch ein Stipendium oder eine Verpflichtungserklärung einer Person in Deutschland kann anerkannt werden. Hinweis: Make it in Germany und das Auswärtige Amt nennen für 2026 11.904 € pro Jahr (992 € im Monat), der Betrag ist aber an den BAföG-Satz gekoppelt: Eine BAföG-Reform, die das Bundeskabinett im August 2026 beschlossen hat, kann ihn erhöhen, wenn sie Gesetz wird – prüf den aktuellen Betrag bei der deutschen Botschaft oder dem Konsulat, bevor du das Konto eröffnest.
Die Krankenversicherung ist für Studierende in Deutschland Pflicht – den Nachweis brauchst du für die Einschreibung und, wenn du von außerhalb der EU/des EWR kommst, für die Aufenthaltserlaubnis. Bist du in einem anderen EU/EWR-Land gesetzlich versichert, frag deine Krankenkasse, ob der Schutz in Deutschland gilt; Grundlage dafür ist die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Wenn nicht, versicherst du dich bei einer gesetzlichen Krankenkasse. Bis 30 zahlst du einen günstigeren Studierendentarif.
Die meisten öffentlichen Hochschulen verlangen keine Studiengebühren – weder im Bachelor noch in vielen Masterstudiengängen. Alle Studierenden zahlen aber einen Semesterbeitrag – laut DAAD je nach Hochschule zwischen 100 und 350 €. An der Universität Heidelberg sind es zum Beispiel 189,80 € pro Semester (80 € Verwaltungskostenbeitrag, 95 € für das Studierendenwerk, 10 € für die Studierendenschaft und kleine Beträge für Leihfahrräder und Theater).
Ausnahmen:
Kommst du von außerhalb der EU/des EWR, prüf die Gebühren an deiner Wunschhochschule genau – sie hängen vom Bundesland und von der Hochschule ab.
Laut dem Portal Study in Europe gibt eine Studentin oder ein Student in Deutschland im Schnitt 1.150 € im Monat zum Leben aus. Der größte Posten ist die Miete, und die Preise unterscheiden sich stark zwischen den Städten – München, Frankfurt und Hamburg sind viel teurer als kleinere Städte.
Am günstigsten ist ein Wohnheim des Studierendenwerks: rund 197.000 Plätze in mehr als 1.700 Wohnheimen, im Schnitt 318 € im Monat inklusive Nebenkosten. Die Plätze reichen aber nicht für alle – bewirb dich also, sobald du weißt, wo du studierst. Andere Möglichkeiten sind ein Zimmer in einer WG oder eine private Mietwohnung.
Die Studierendenwerke betreiben auch die Mensen und bieten Beratung und Unterstützung für Studierende. Deins findest du auf studierendenwerke.de.
Stipendien gibt es ziemlich viele, die Konkurrenz ist aber groß:
Auch Stiftungen und Hochschulen haben eigene Stipendien – frag im International Office nach.
Bürgerinnen und Bürger der EU/des EWR dürfen in Deutschland ohne Genehmigung arbeiten. Achte aber auf die Grenze: Arbeitest du im Semester mehr als 20 Stunden pro Woche, zahlst du Sozialversicherungsbeiträge wie eine normale Arbeitnehmerin oder ein normaler Arbeitnehmer.
Studierende von außerhalb der EU/des EWR dürfen ohne Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit 140 ganze oder 280 halbe Tage im Jahr arbeiten oder bis zu 20 Stunden pro Woche in der Vorlesungszeit. Jobs als studentische Hilfskraft an der Hochschule zählen nicht zu dieser Grenze. Für eine selbstständige Tätigkeit brauchst du die Erlaubnis der Ausländerbehörde.
Jobs für Studierende findest du beim Career Service deiner Hochschule und beim Studierendenwerk. Stellen für Forschende gibt es bei EURAXESS.
Deutschland – warum dort arbeiten?
Wie finde ich einen Job im Ausland?
Quellen: Europäische Kommission – Study in Europe (education.ec.europa.eu/study-in-europe), Eurostat, offizielle nationale Studien- und Aufenthaltsportale und Behörden, Eurodesk, enic-naric.net, studiumineuropa.eu. Stand: September 2026.