
Winzige Eisenoxidteilchen können natürliche Enzyme nachahmen und gehorchen obendrein einem Magneten. Das klingt nach dem Rezept für einen Wunderkatalysator, doch vom eindrucksvollen Laborergebnis bis zur sicheren Anwendung ist es ein weiter Weg. Ein europäisches Team hat deshalb nicht noch mehr neue Partikel hergestellt, sondern sich deren Oberfläche genau angesehen. Die Erkenntnis gilt nicht nur in der Materialforschung: Die stärkste Reaktion ist nicht immer die beste — und am Ende kannst du prüfen, ob du den goldenen Mittelweg findest.

Peinliche Momente oder belastende Erlebnisse einfach aus dem Gedächtnis streichen – geht das überhaupt? Johannes Gräff vom Brain Mind Institute der EPFL in Lausanne hat mit seinem Team bei Mäusen jene Zellen untersucht, in denen Erinnerungen gespeichert werden, und dort einen molekularen Schalter eingebaut. Warum das beim Menschen trotzdem noch nicht funktioniert und welche Rolle die Therapie spielt, zeigt dieser Beitrag – und am Ende kannst du testen, wie du selbst mit schwierigen Erinnerungen umgehst.

Hitze, Dürre und schwindende Wasservorräte sind nicht nur Probleme unserer Zeit. Vor mehr als 10.000 Jahren standen Hirten in der Levante vor ähnlichen Herausforderungen. Das EU-finanzierte Projekt ICARHUS wollte herausfinden, wie sie ihre Herden bewirtschafteten – mit einer Methode, die Proteine in uralten Tierresten liest. Alter und Geschlecht von Ziegen und Schafen verraten dabei viel über das Klima der Vergangenheit – und am Ende kannst du prüfen, ob in dir ein Hirte aus der Steinzeit steckt.

Laufen, springen, tanzen – dafür müssen Nerven und Muskeln perfekt zusammenarbeiten. Doch wie entsteht diese Verbindung, und was geschieht, wenn sie versagt? Ein Team am Max-Delbrück-Centrum in Berlin hat im Labor winzige menschliche neuromuskuläre Organoide gezüchtet, die sich selbst organisieren. Aus reiner Neugier entstand so ein Werkzeug, das die Suche nach Therapien beschleunigen kann – und am Ende kannst du prüfen, welcher Forschertyp in dir steckt.

Englisch, Spanisch, Deutsch – die Sprachen, die heute an Universitäten gelernt werden, sind eigentlich Überlebende. Eine in „Science“ veröffentlichte Studie zeigt, dass vor 1000 bis 3000 Jahren bis zu 75.000 Sprachen gleichzeitig existierten, heute sind es rund 7500. Überraschend: Der große Rückgang begann lange vor dem Kolonialismus, und vor dem Ackerbau gab es wohl weniger Sprachen als heute – und am Ende kannst du testen, wie viel Polyglott in dir steckt.

Eine CAR-T-Therapie kann Krebs zurückdrängen, indem sie die eigenen Immunzellen der Erkrankten umprogrammiert – doch jede Dosis entsteht bis heute einzeln, über Wochen, in spezialisierten Einrichtungen und für bis zu 300 000 Euro. Das EU-Projekt NANO-ENGINE hat die Frage umgedreht: Warum nicht die Fabrik zu den Zellen schicken statt die Zellen zur Fabrik? Eine einzige Injektion, ein Nanopartikel, das die Arbeit im Körper erledigt – und dahinter eine Denkweise, die sich prüfen lässt, nämlich Prozesse zu zerlegen statt sie zu beschleunigen.

Rund ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch in einem unbewussten Zustand, ein Viertel der Schlafzeit entfällt auf Träume, und am Morgen ist fast alles davon wieder weg. Ein Team der IMT School for Advanced Studies Lucca hat mehr als 3 700 Traumberichte von fast 290 Freiwilligen ausgewertet und kommt zu dem Schluss: Träume sind kein Zufall, sondern hängen davon ab, wer träumt und was er tagsüber erlebt hat — also auch davon, wie gut man sich morgens erinnert, ob vertraute Orte auftauchen und wie ernst man die Sache nimmt.